Druckschrift 
Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
Seite
76
Einzelbild herunterladen
 

76 Lap.II.Vsn dem Unterscheide

grössere Krafft, als diejenige ist wodurch siegegen einander beweget werden , sich voneinander bringen lassen. Und in diesemFalle kommet der Grad der Harte nicht ^al-lein von der Krasse her, wodurch verschiede»ne Theile gegen einander beweget werden,sondern auch von der Grösse der Fläche,da,ran sie einander berühren (h 647. Uer.). Eskan auch die Figur der Theile zu der Harteetwas beytragen. Denn vermöge derFigur können die Theile aufgar verschiedeneArt an einander befestiget werden, daß nichteiner leicht von den andern zu bringen ist,wie uns die Erfahrung auch in der Kunst imgrossen weiset. Es hindert aber nichts, wa<rumb nicht in der Natur im kleinen angehensollte, was man in derKunst im grossen sie-het. Denn die Figur hat mit der Grössenichts zu thun und kan im kleinen eben der*gleichen Figur seyn,als man im grossen fin,det. Was demnach von der blossen Figurherrühret, kan im kleinen sowohl, als imgrossen stat finden.

Warumb §. 46.Well die Harte nicht allzeit einer-nicht alle ley Ursache hat und absonderlich ein garkörv grosser Unterscheid statfindet, wo die Figurvoiiei- dasihremltdazubeyträgettH.45); so ist esnerley auch kein Wunder, daß die harten CörpcrArt sind. nicht alle von einerley Axt gefunden werden,und nicht allein im Grade der Harte, somdem auch noch sonst unterschieden sind.

Denn