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Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
Seite
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und der Natur der Lörper. 45

über ein strenges Leben geführet. Dennim Anfange der Fasten war er n6 Pfundund eine Untze; zu Ende derselben oder amOster Sonnabende aber nur 107 Pfund12 Untzen schweer, und hatte demnach in-nerhalb 46 Tagen 8 Pfund 5 Untzen vonder eigenthümlichen Materie seines Leibesverlohren. Er hatte die Fasten über An-fangs bloß Zugemüsse des Abends um 7Uhr gegessen und gegen das Ende nichtsals Brodt und Wasser genossen. Als eraber auf Ostern wieder ordentlich, wie ersonst gewöhnet war, Speise und Tranckzu sich nahm, wurde er in 4 Tagen gleichwieder 4 Pfund schweerer und erlangtedemnach in 9 Tagen wieder, was er in 46Tagen verlohren hatte. Man siehet hier-aus augenscheinlich, daß der Mensch täg-lich etwas von seiner eigenthümlichen Ma-terie verlieret und diese hingegen wiederumdurch Speise und Tranck ersetzet wird.Nun ist gewiß, daß Materie, welche ver-schwindet und davon man keine Spur er-blicken kan, wo sie hinkommen ist, dennochnicht zu nichts wird, sondern sich bloßdurch die Lufft zertheilet (§. dz.l'.ll. Lx-xer.) und demnach erhellet, daß die Mate-rie, welche Fleisch und Blut im Menschenwar, in der Lufft verstaubet. Pflantzenund was nur aus der Erde wachset bekom-met seine Nahrung von dem Thaue des