Druckschrift 
Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
Seite
17
Einzelbild herunterladen
 

und der Natur der Lörper. 17

dratt^deren Grösse soviel mahl verändertwerden kan, daß wir es abermahl durchkeine Zahl anzudeuten vermögeud sind. Esfallet uns unmöglich eine gewisse Zahl zube-stimmen,indem uns dieVergröfferungsglä«serzeigen (§.82 Lc Lxper.),

daß wir immer mehrere wahrnehmen/ jemehr wir eine Sache vergrößern und keinEnde finden können. Wenn wir nun a-ber in der Natur sagen sollen, ob in einemRaume zwey/drey. hundert Theile und soweiter anzutreffen sind/ so müssen wir esdurch den Unterscheid dessen, was wir inihm würcklich wahrnehmen, oder., daßes da sey, ferner daraus erweisen können,ausmachen. Wer diesen Weg gehet, dernimmst nichts erdichtetes an und erkennetdoch m .rallauf eine begreifliche Art denReichthum derNatur als unergründlich imallerkleinesten. Endlich müssen wir auchnicht vergessen, daß der gantze Begriff vondem geometrischen Cörper, wie auch denLinien und Flachen, nichts anders als einBild ist welches dieEinbildungs Krafft ver-mittelst dessen erdichtet, was die Sinnen inder grasten Verwirrung vorstellen. Sowenig nun etwas in der Natur demjenigenähnliches würcklich vorhanden, was dasBild der rothen und grünen, oder einer an--deren Falle vorstellet; so wenig ist auch soetwas würckliches in der Natur, welchesB dem