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Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
Seite
16
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l 6 d-rp.I. Von dem Wesen

Und hac schon der Herr von Lerbnry 0- er-innert, daß eine unendliche Zahl bloß eineRedens-Art sey, dadurch wir andeutenwollen, die Anzahl der Theile sey grösserals daß wir sie durch eine gewisse Zahl üe-rerm iniren könnten. Ja ich setze noch die»ses hinzu. Wenn wir eine gerade Linie alseine Lange ansehen, deren jeder Theil dergantzen ähnlich ist (§. 8 Oeom) und diesich daher in lauter ähnliche und gleicheTheile zertheilen lasset; so ist klar, daß dieZahl dieser Theile bald groß, bald kleinewird, nachdem man entweder einen gros-sen oder kleinen Theil für die Eines annim-mst. Z. E. wenn dieHelffte der Linie Einesist, so heißet die gantze Linie zwey. Wennder dritte Theil Eines ist, so heisset sie drey:Wenn der hundertste Theil Eines ist, hül-fet sie hun dert und so weiter fort. Alsosind unzehlich viel Zahlen, dadurch sich dieTheile dieser Linie vorstellen lassen. Über-

haupt kan man nicht sagen, wieviel Zahlenmöglich sind, dadurch sich die Theile in ei-ner Lrnie andeuten lassen. Am allerwe-nigsten gehet dieses an, wenn man nicht voneiner gewissen gegebenen Linie redet, dieih»re abgemessene Grösse hat; sondern nur garvon einer auf gewisse Art stscerminirtenLine, z.E. der Diagonal meinem Qua-dro-

(i>) inirüis Lruä, 1712. p, i6z.