werden, und wir hätten alsdann für die Entfernung des Mon-des zu Hipparch'S Zeiten 144 Halbmesser der Erde oder124,626 geographische Meilen, das heißt: mehr als das Dop-pelte der jetzigen Entfernung. Für die Parallaxen würde dasumgekehrte Verhältniß Statt haben, und der scheinbare Durch-messer des Mondes, welcher demnach zu Hipparch's Zeitenungefähr 15/ gewesen wäre, würde sich ebenfalls jetzt mehrals verdoppelt finden, so daß diese Voraussetzung eine grö-ßere Annäherung des Mondes beweisen, und nichtsdestoweni-ger eine beträchtliche Vermehrung unserer Entfernung vonder Sonne bestehen lassen würde.
Wir haben aber Thatsachen aufgefunden, welche von derso häufig vorgeschützten Unvollkommcnheit der optischen In-strumente unabhängig sind, wie die Beschleunigung der Be-wegung des Mondes und der übrigen Trabanten; die Aus-dehnung und die Dauer der Finsternisse an der Oberflächeder Erde berechnet; das Vorrücken der Nachtgleichen, dieSchiefe der Ekliptik, sichtbar durch den Unterschied der Längedes Schattens im Sommer oder im Winter und die Gegen-stände am Horizonte, bei welchen die Sonne von einer Jah-reszeit zur andern aufgeht. Wir haben ferner Thatsachen ge-funden, welche von aller astronomischer Wissenschaft unab-hängig sind, wie die Versteinerung der Felsen, welche flüssiiggewesen seyn müssen, weil sie Thiere und Pflanzen einschlie-ßen, welche ohne dieses nicht hineingekommen seyn könnten,die Verminderung des Wassers, die Vermehrung der Tageund Monate im Jahre u. s. w.
Auf die Versicherung der Astronomie hatte man dasWeltall unbeweglich erklärt; die Astronomie wird aber durchihre eigene» Angaben überzeugt werden, daß Alles von sei-nem Ursprünge zu seinem Ende fortschreitet. Die ganze Na-tur zeigt immerwährende Veränderungen an, und ohne Zweifel