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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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digen Zusätzen verdunkelt, oft unbegreiflich gemacht wordenist welche Umgestaltungen! Wenn ich sehe, wie das ge-ringe Senfkörnlein des Evangeliums zum wunderbaren, un-zählige Nationen überschattenden Baum des Lebens gewordenist, und unter allen Stürmen der Zeit beinahe seit zweitausendJahren erwuchs wie erhebt es meine ganze Zuversicht zu dem,der einst seinen zaghaften Jüngern sagte: Himmel und Erdewerden vergehen, aber Gottes Wort bleibt ewiglich! Wie über-zeugt mich das von der Göttlichkeit der Sache selbst! Wenn ichbedenke, welche Kriege, welche Verwirrungen, welche Umwäl-zungen das Wort von Jesu Christo auf Erden veranlaßte; be-denke, welche Entzweiungen darüber zuletzt unter den Christenselbst entsprangen: wie traurig erscheint mir die Menschheit inihren Entartungen! Ich erblicke einen Lichtfunken: er fälltDom Himmel in die Nebel der Erde. Er war von denselben ver-dunkelt. Er zerstört sie allmälig; es wird immer Heller umihn her; in den Fernen wird Dämmerung.

Die Geschichte des Christenthums ist die Geschichte vomKampfe des Guten und Bösen, des LichtS und der Finsternißin dieser Welt. Die Geschichte des Christenthums ist die Ge-schichte von der siegreichen und ewigen Gewalt des GöttlichenAnd der Widerspenstigkeit des Irdischen.

Ich habe die Zustände des Christenthums in verschiedenenZeitaltern während achtzehnhundert Jahren betrachtet. Ich sahrs in seiner Majestät und Einfalt bei den Jüngern des HerrnAnd bei den ersten Brkennern. Ich sah deren standhaften Muthvntcr den schwersten Verfolgungen, welche von Juden und Heidenwider sie verhängt wurden. Ich sah das Christenthum unterDen schwersten Schicksalen am herrlichsten, und wie es sichvon Volk zu Volk verbreitete. Dann ward es plötz ich, durchdie Leitungen der Vorsehung, durch eine Verkettung großer undwunderbarer Ereignisse, siegreich. Die vornehmsten Herrscherauf ihren Thronen bi-kannten sich zu dem Gekreuzigten. Dieverborgenen Hütten und Höhlen, in welchen sonst die verhaßtenChristen beteten, verwandelten sich in prachtvolle Tempel. AllerGlanz des weiland jüdischen Gottesdienstes zu Jerusalem, aller