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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Alles etwas anbringen, und gerade deswegen ist wohl Allesetwas zweifelhaft. Die Religionen sind für die Völker ein wahresBedürfniß, eine Nothwendigkeit, sei es wegen besserer bürger-licher Ordnung, oder zur Beruhigung der abergläubigen Furcht.Nichts desto minder mag eine Religion so gut wie die andere anund für sich selbst unbegründet sein." So reden Viele; dünkensich in ihrer Zweifelsucht sehr weise; zweifeln an Allem, nurnicht daran, daß sie die Wahrheit besitzen; verwerfen Alles, ohneEins genau nur in möglicher Strenge erforscht zu haben.

Wer nicht mit mir ist, sagt der über alle Weisen Er-habene, wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, undwer nicht mit mir sammelt, der zerstreuet. (Match.12, 30.) Gleichgültigkeit gegen Religion oder überhaupt undin religiösen Dingen ist einer der nachcheiligsten Fehler, welchesich ein Sterblicher zu Schulden kommen lassen kann.

Denn sie ist eine rohe Versündigung gegen diegesunde Vernunft, Versündigung an unse-rer menschlichen Würde, Versündigung an unsermeigenen wahrhaften Glück. Wer nicht mit Jesu undseiner Lehre ist, der ist wider ihn und die Wahrheit, welche erden Sterblichen verkündet hat. Es gibt da keine Mittelstraße,so wenig, als zwischen Leben und Tod. Eins von beiden mußgewählt werden. Wer leben muß, kann nicht anders als denTod meiden; wer den Tod will, muß das Leben meiden. Wernach Vollkommenheit und wahrer Größe strebt, muß das Un-vollkommene fliehen. Wer nicht mit der ewigen Weisheit ist,der ist mit dem Irrthum und der Thorheit, den Feinden derWeisheit. Lauheit und Gleichgültigkeit gegen das, was edel,wahr und schön ist, spricht das Bekenntniß aus, dem Unedel»,Irrigen und Ekelhaften anzugehören.

Wer nicht mit Jesu ist, der ist wider ihn. Wer nicht vonder Herrlichkeit seiner Offenbarungen durchdrungen ist und derBegierde, sich durch sein Wort zu vergöttlichcn, gehört demVergänglichen und Nichtigen, gehört dem Gegensatze des Ewigenund Vollendeten an. Gleichgültigkeit gegen die christliche Re-ligion ist Gleichgültigkeit gegen die erhabensten Ansprüche der