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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Jener falsche Neligionseifer, welcher die Kriege entzündethatte, dauerte nach Beendigung derselben noch lange fort. EinePartei predigte wider die andere in Predigten und Schriften.Man unterdückte, wo es anging, die andern Glaubensgenossen,schmälerte ihre bürgerlichen Rechte, beschränkte die Ausübungihrer Gottesdienste, ja vertrieb sie nicht selten von Haus undHof und Vaterland.

Diese dem Geiste des wahren Christenthums widersprechendeUnduldsamkeit hat sich zum Theil noch bis auf den heutigen Tagunter allen christlichen Kirchenpartcien erhalten. Es fehlt sogarnicht an Lehrern, welche verkünden: Wer es mit seiner Religionrecht ernsthaft meine, könne nicht anders, als aus Liebe zu derWahrheit, die er erkannt hat, alles Uebrige als Irrthum ver-abscheuen.

Eifrig sein im Glauben ist eine der schönsten christlichen Tu-genden. Der ächte Glaubenseifer besteht aber in der lebhaftenBegierde, durch Jesu Christi Wort und Geist immer innigermit Gott verbunden zu sein; in dem Streben, täglich mehr inder Gnade und Erkenntniß unsers Herrn und Heilandes JesuChristi zu wachsen, wie Petrus (II. 3, 18) sagt; und in derSehnsucht, das Reich des Lichts und der Wahrheit, das un-sichtbare Gottesreich, immer mehr zu verbreiten durch Auf-klärung der Einsichten und durch Ermunterung zur Uebung gott-gefälliger Tugenden.

Der Geist kann in seinen Meinungen allerdings von AndernSeinesgleichen abweichen, unbeschadet der Gottgcfälligkeit. Aberin den Tugenden und in der Liebe Jesu und Gottes sollen Alleeinander gleich stehen; denn Christum lieb haben ist besser, dennalles Wissen. Auch die Apostel Jesu selbst waren mehrmals voneinander in ihren Meinungen verschieden, in ihren frommenThaten nie, nie in ihrem Gehorsam gegen die Gebote Jesu, sichunter einander zu lieben. Daran wollte ja der Herr seine Jüngererkennen, daß sie seine Gebote hielten.

Auch hat weder Christus, noch haben seine heiligen Boten dieer in die Welt aussandte, jenia's von den Menschen gefordert,daß sie in ihren Ansichten und Meinungen von göttlich.n Dingen