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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Elend? Frage den Zufriedenen, der bei Wasser und Brod inschlechten Kleidern heiter ist, während mancher Andere beiTonnen Goldes weint.

Nein, das ist kein wahres Elend, was ich durch Macht undStärke des Geistes, durch Standhastigkeit, Zufriedenheit undfrohes Vertrauen auf Gott, durch das Bewußtsein meinerTugend überwinden kann. Das wahre Elend liegt also nur inder Verzärtelung und Schwäche des Menschen, mit der er all-zuleidenschastlich und unmäßig an irgend einer Gattung irdischenGenusses hängt. Wer sich selbst überwindet, der hat in sichdie Welt und all ihr Elend überwunden. Weit entfernt also,daß uns Trübsal, oder Angst, oder Verfolgung, oder Hunger,oder Blöße, oder Fährlichkeit, oder Schwert von der LiebeGottes scheiden, führen sie uns vielmehr zur Liebe Gottes undalles Göttlichen hin. Und jene unglücklichen Tage der Religions-kriege, so wie alle Grausamkeiten späterer Zeiten, können mirzwar die schauderhaften Ausartungen der menschlichen Naturdarstellen, aber sie stärken nur meinen Glauben an ewige Vor-sehung und Liebe, statt ihn zu erschüttern und zu schwächen.Dkh Unschuldigen, welche durch die Wuth der Krieger starben,waren sie in der That unglücklicher, als wenn sie unter Schmerzender Krankheit ihr Leben auf dem Siechenlazcr ausgeathmethätten? Jene eingeäscherten Hütten und Paläste, müßten sienicht endlich auch ohne Kriegsflammen in Staub zerfallen?Wer nicht durch Selbsterhcbung seines Gemüthes zu Gott denVerlust aller irdischen Freuden mit gefaßtem Muthe ertragenkann, ist werth, daß er Angst und Schmerzen leide, damit erder Welt und ihrer unzuverlässigen Güter vergessen lerne undGott ähnlicher werde, höher als jedes Schicksal, gleichwie JesusChristus, welcher freiwillig das Schwerste über sich nahm undtrug, nicht seinetwillen, sondern zum Besten der Welt, zur Ver-klärung der im Irdischen Verlornen Seelen!