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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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liebtesten seiner Seele, sterben sah, empfangt mit der ernstenErinnerung an seine eigene Sterblichkeit zugleich die feierlicheMahnung, daß er sein Herz nicht mit allzugroßer Zärtlichkeitauch nicht einmal an Vater, Mutter, Kinder, Geschwister,Freunde und Freundinnen hängen soll. Denn nichts, dasirdisch ist, bleibt. Die Welt stößt uns überall und immer vonsich zurück. Sie will uns keine Freude bleibend gönnen; sie willnichts von uns, und wir sollen nichts von ihr erwarten. Wirsollen auf uns selbst, nämlich auf daS Geistige in uns, beschränktbleiben; uns, so viel wir können, von aller Anhänglichkeit andas Sinnliche befreien, folglich gleichgültiger gegen das werden,Kas unsern Leidenschaften schmeichelt. Indem wir im Irdischennichts erblicken, woran wir uns festhalten können, weil Allesfällt, Alles aufhört: so werden wir von der Welt selbst ab-gestoßen und hingetrieben zur Liebe des Unvergänglichen, deSGöttlichen. Das allein, nicht der Staub, soll unser Eigen-thum sein. Und je weniger wir das verstehen lernen wollen,was wir doch als Veranstaltung Gottes ansehen müssen, jemehr Schmerzen müssen wir leiden. Zu Gott, zu Gott, durchHeiligkeit des Gemüthes! So ruft uns jedes bittere Schicksalunsers Lebens zu.

Sagt doch schon das gemeine Sprichwort: Noth lehrtbeten! Noth also leitet uns hin, wohin wir sollen, zu Gott.Um glücklich zu sein, müssen wir die Liebe des Irdischen ver-wechseln mit der Liebe des Göttlichen. Und das, nichts Anderes,ist der herrliche Zweck des Leidens und Trübsals. Göttlichersollen wir werden hienieden.

Was ist denn wahres Elend? Körperlicher Schmerz? Ergehört zu den Einrichtungen der Natur für unsere SelbjUrhal-tung; ist vorübergehend; verliert sich, wenn er zu heftig wird,in Betäubung. Tausend Menschen gibt es, welche freiwillig,durch Macht ihres Geistes, den größten leiblichen Schmerz über-wanden. Oder nennst du den Tod ein Uebel? Nein, er ist nurdas Ende aller irdischen Uebel, an sich selbst nur eine Verwan-delung. Tausend Mensch n gibt es, welche für Nichtswürdig-keiten in den Tod gehen können. Ist Dürftigkeit ein wahres