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überltgsamer, und nöthigen uns, Kenntnisse zu sammeln undFähigkeiten zu erwerben, wodurch wir vermögend werden, ähn-lichen Unannehmlichkeiten in Zukunft auszuweichen. Schadenmacht klug. Klugheit, obgleich sie eine Eigenschaft des Geistesist, bezieht sich doch nur auf die irdischen Lebensverhältnisse, aufderen richtige Erkenntniß und Beurtheilung. Von der Klugheithaben wir nur Vortheile in diesem irdischen Dasein zu erwarten.Sie ist noch keineswegs das Höchste im menschlichen Geist. Ir-disches Leiden hat gewiß nicht immer den Zweck, unsere Klug-heit zu schärfen. Was vermag zuletzt alle menschliche Klugheitgegen die gebieterische Macht der Schicksale? Irdisches Leidensteht ohne Beziehung auf irdischen Nutzen. Es soll das Glückdes unsterblichen Geistes bringen.
Es sagt schon daS gemeine Sprichwort: Unglück bessertden Menschen! Die Geistesverbesserung ist also das höhereGlück, das Vollkommenwerden, wie unser himmlischer Vatervollkommen ist! Trübsale sind die einzigen Erzieher unsersGeistes zu jenen Vortheilen, die unendlich dauern, wie erselber unvergänglich ist. — Unglück, sagt man, bessert denMenschen. Aber wie wird der Mensch sich eigentlich durch irdi-sche Leiden, durch körperliche Schmerzen bessern? Wie kann dasSichtbare außer uns auf das Unsichtbare in uns so wohlthätigwirken? Es wirkt, indem es uns von seiner Unzuverlässgkeitund Hinfälligkeit schmerzhaft überzeugt, und uns durch seinenWechsel, durch die Treulosigkeit seiner Freuden, den Glauben.An sich benimmt. Wer seine Saaten durch den Hagel zerschlagensieht, macht nicht so leicht wieder sichere Rechnung auf Aernten.Wer nichts höher schätzte auf Erden, als ein großes Vermögen,und es durch Bosheit der Menschen, durch Krieg oder Feueroder Wassersnoth verlor, lernte endlich begreifen, daß Geld unsGut nicht das Beste sind, wonach man auf Erden streben müsse.Wer von hohen Ehren, von Ansehen und Gewalt, plötzlich inVerachtung und Schande fällt, überzeugt sich, daß sein Herzbisher einem falschen Gott angehörte; daß derjenige zu beklagensei, welcher sich der Würden freut, die Menschenhände uns ver-leihen und nehmen können. Wer seine besten Freunde, die Gc-