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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Auf eine solche Weise gibt sie dem Unterthan und Dienerund Knecht, durch Erweckung höherer Tugenden, einen wahr-haft königlichen Sinn, und gibt Königen und Obrrhcrren,durch Einfloßung demuthvollcr unv menschenfreundlicher Empfin-dungen, ein wahrhaft bürgerliches Gemüth. Der Fürstwird zuletzt ein wirklicher Vater seines Vo.ks, und dem ärmstenLandmann so nahe, wie dem reichsten und vornehmsten seinerUnterthanen. Hinw cder wird der Unterthan der treueste An-hänger und Freund seiner Vorgesetzten, der eifrigste Vollstreckerbürgerlicher Gesetze und.Verordnungen.

Es ist allerdings nicht unwichtig, daß ich die Alles verklä-rende, Alles vergöttlichcnde Religion Jesu auch unter diesemgroßen Gesichtspunkte kennen lerne, von welchem aus sie nurselten betrachtet wird. Nicht nur muß sich dadurch meine Ehr-furcht für ihre weltbcglückende Kraft vermehren, sondern mirauch ein Licht aufgehen über das Recht der Unbeglückten imStaate. Diese können unbeglückt sein an Gütern, an Vorzügenin bürgerlichen Verhältnissen. Aber die Religion Jesu gestattetnicht, daß ihnen di-jenigen Rechte entrissen werden, ohne welchekein Mensch seine höhcrn Pflichten gegen Gott, die Welt, undgegen sich selbst erfüllen kann. Einen Willen gab Gott jedemSterblichen. Daher hat auch der Niedrigste im Staat das gött-liche Recht, keine willenlose, todte, bloß von Laune und Eigen-nutz anderer Menschen abhängige Maschine sein zu wollen.

Wenn daher den unbeglückten Einwohnern eines Landes alleVorrechte mangeln, so behalten sie doch das Vorrecht vor denThieren und Pflanzen, daß sie Menschen sind, und keine Waare,die man vertauschen oder verkaufen kann. Auch der Acrmstc,der nichts hat, hat doch seinen Leib, über welchen er muß ver-fügen können. Leibeigenschaft ist daher eben so sehr der ReligionJesu, a.s der Vernunft zuwider. Veikauf von Unterthanen,Sklavenhandel und dergleichen ist dem Geiste der Gerechtigkeitund Menschenliebe zuwider, die Jesus zur Grundlage seinesGlaubens machte. Was ihr nicht wollt, wenn ihr Unterthanenwäret, daß euch die Großen der Erde thun sollen, das sollt ihrihnen auch nicht thun. Und was ihr nicht wollt, wenn ihrVUI. 2l