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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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480
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sondern es ist in uns. Es ist das Evangelium eine die Herzenbeseligende Kraft Gottes.

Doch dürfen wir uns nicht verbergen, daß das Christen-thum, obwohl es die eingeführten bürgerlichen Ordnungen keines-wegs unmittelbar antastet, nicht einen großen Einfluß auf die-selben habe, besonders da, wo ste durch die Schlechtigkeit derMenschen mangelhaft sind. Die Religion Jesu, indem sie dieHerzen der Sterblichen veredelt, wirkt auch veredelnd auf alleStände, auf alle Gewerbe, Gesetze, Verfassungen und Ein-richtungen der Staaten. In einem christlichen Staate ist derDespotismus unmöglich, und wenn sich darin jemals kleine odergroße Tirannen erheben, so ist ihr Bestand von keiner Dauer.

Ja, das Christenthum, je reiner es dasteht, je reiner undlebendiger es in das Leben des Menschen eingeht, verbessert undveredelt die bürgerlichen Ordnungen und Staatsverfaffungen.Denn diese sind ja doch nichts als Anstalten der Menschen, undschlechter oder besser, freier oder sklavischer, wohlthuender oderverderblicher, je nachdem die Menschen selbst aufgeklärter oderunwissender, weiser oder lasterhafter, gemeinnütziger und liebe-voller oder selbstsüchtiger und leidenschaftvoller sind. Das Chri-stenthum aber bringt des Verstandes Erleuchtung, des GemüthesWeisheit, des Herzens Streben nach Beglückung aller Sterb-lichen, die mit uns in Berührung und Verbindung stehen. DieReligion zieht das Band der Liebe um alle Stände, und wasStolz, Hochmuth und Herrschsucht trennt, das führt sie wiederenger zusammen. Sie gleicht die Ungleichheit der Stände aus.Sie erhebt den Armen zur Zufriedenheit, und begeistert ihn zumredlichen Fleiße; sie gibt dem Knecht das Hochgefühl seines Men-schrnwerthes, und leitet ihn durch Erleuchtung zum Gewinn der»»verjährten Rechte. So wie sie zu den Unterthanen spricht:Seid Unterthan der Obrigkeit, die Gewalt über euch hat; dennobrigkeitliche Gewalt ist von Gott gestiftet und eingesetzt! sospricht sie zu den Obrigkeiten: Ihr Herren, was recht undbillig ist, das beweiset den Knechten, und wisset, daß auch ihreinen Herrn im Himmel habet.