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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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es sind dazu unter dem Himmel keine Mittel vorhanden. Wermag wider das Göttliche, wer wider Gott streiten? Und wennjene Thoren an keine ewigen Wahrheiten, an keine ewigenRechte glauben, die über alle bürgerlichen Zeitverhältnisse undüber jeden Privatvortheil erhaben sind ; und wenn sie an keineTugend glauben, für die man freudig sterben könne (sie könnennur für Gold, Ehre und Brod sterben): so sind darum die ewigeWahrheit, das ewige Recht und die Tugend nicht minder vor-handen. Alle Empörung des Eigennutzes, der Herrschsucht undBosheit wider sie, befördert aber die Macht und die Verbreitungund den Sieg von der Erkenntniß und Liebe des Bessern undGerechter».

An sich ist die Erkenntniß der Wahrheit still und durch sichselbst belohnend ; sie spricht sich ruhig aus; sie fürchtet nichts,weil sie kein Uebels thut und will. Es muß aber Widerstandkommen, damit ihre Kraft aufgeweckt werde, und sie sich demBösen in der ganzen Größe und Majestät ihres Werthes undihrer Macht entgegenwerfe. Nichts hat zur Verbreitung derWahrheit, zur Veredlung der Menschheit, zur Erhebung derGeistesfreiheit, zur Beförderung der Aufklärung der Nationenmehr beigetragen, als der Widerstand, welcher derselben geleistetworden ist. So wurden die heftigsten Feinde der Wahrheit unddes Rechts, wider ihre Vernunft und Absicht, die vorzüglichstenBeförderer derselben. In Ländern, wo es zwar nicht an einzelnenlichtvollen Männern fehlte, wo aber die bessern Ueberzeugungenkeine Gährung, keinen Widerspruch, keinen Kampf veranlaßten,blieb Unwissenheit, Aberglaube und Geistesträgheit länger an derHerrschaft.

Das ist das göttliche Gesetz in der Natur und in den Schick-salen großer Völker, wie einzelner Menschen : Eine Kraft mußdie andere erregen, und das Böse selbst muß dem Guten zumSiege helfen, der Schatten zum Glanz des Lichts dienen. Maguns Kurzsichtigen, dieweil wir für die Wahrheit kämpfen,Manches unbegreiflich scheinen; mögen Schwachmütige zu-weilen im Dränge der Umstände sogar an Gottes Vorsehungzweifeln: dennoch bleibt es wahr, und wird immer nachher

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