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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
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455
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Klöstern angegriffen, bald mit Ernst, bald mit Spott. Die ge-wissenlosen Täuschungen, der künstliche Betrug, die Heucheleiender Priester wurden entlarvt. Dann beleuchtete man auch die mitden Jahrhunderten in der Kirche cingeschlichenen Mißbrauche;den Irrthum vieler Lehren, von denen Jesus Christus und seineApostel nichts gewußt. Der große Kampf zwischen Licht und^Finsterniß war nicht bloß Streit unter einzelnen Gelehrten:es war die Empörung des gesunden Menschenverstandes gegenAberglauben, des WahrheitsgefühleS gegen Blendwerk, derRedlichkeit gegen die Bosheit, des Geistes des Christenthumsgegen den Neid des neuen Heidenthums in christlicher Gestalt.Ganze Gemeinden, ganze Völkerschaften hingen den muthigenBekennern der Wahrheit an. Der Bruch und die Trennung derchristlichen Kirche zeigten sich als unvermeidlich.

Es war aber keiner von den Oberhäuptern der Kirche, keinBischof und kein Erzbischof, welcher sich der Verbesserung deSKirchenwesens und der Reinigung des Glaubens zuerst annahm.Nein, nur fromme Männer aus dem Mittelstände des Volkes,arme Mönche, einsichtvolle Lehrer an hohen Schulen, erhobenzuerst den Streit. Ihnen folgten die Völker; und nachmalswurden von der allgemeinen Stimme und von der Macht derWahrheit auch viele Fürsten hingerissen« So waren auchdie ersten Verkündet der Lehre Jesu keine Hohenpriester, keineSchriftgelehrtcn, keine Herodesse, sondern Leute von geringemHerkommen. Die Hohenpriester, die Herodesse vielmehr gehörten ,zu den wüthendsten Verfolgern der ewigen Wahrheiten; nichtweil sie die Wahrheit um ihres Selbsts willen hassen konnten,sondern weil sie besorgten, durch allgemeine Anerkennung der-selben um ihr Ansehen, um ihre Einkünfte, um ihre Herrschaftzu kommen.

Es ist aber sehr natürlich, daß diejenigen, welche herrschenund gebieten wollen, einen Widerwillen gegen die Geistesfreiheithaben, welche früh oder spät die Richten« ihrer Thaten undihres Lebens werden muß. Es ist sehr natürlich, daß diejenigen,welche auf nichts achten, als was ihrem Hang zur Ueppigkeit,Zum Glanz, zrur Willkür schmeichelt, dasjenige hassen, was mehr