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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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lichen Verstand gänzlich zu unterdrücken, und das Zeremonien-werk an die Stelle der Religion Jesu Christi, und den Unsinnan die Stelle der Wahrheit zu setzen.

Das Auge ist des Leibes Licht, sagte einst Jesus, der Welt-heiland: wenn dein Auge einfältig und hell ist, so wird deinganzer Leib Licht sein. Wenn aber dein Auge ein Schalk ist,so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn aber das Licht,das in dir ist, finster ist: wie groß wird dann dieFinsterniß selber sein! (Match. 6, 22. 23.) Das Lichtin uns ist die uns von Gott verliehene Vernunft. Sie istdem Geiste, was dem Leibe das Auge ist. Jesus Christushaßte die Finsterniß jeder Art. Er wollte auch, daß jederMensch die ihm von Gott verliehenen Gaben auf zweckmäßigeWeise gebrauchen solle. Denn er kam in vie Welt zur Erleuch-tung und Erlösung vernunftbegabter Wesen, nicht der unver-nünftigen Thiere. Ist aber des Menschen Vernunft verfinstert,und der Verstand durch Aberglauben verwirrt: wie kann die er-habene, klare Wahrheit begriffen und verstanden werden, welcheJesus uns geoffenbart hat?

Sollte nun das Christenthum wieder in seiner hohen Einfaltund Majestät, frei von menschlichen Zusätzen und Irrthümern,erkannt werden, so mußte erst das Licht, das in den Menschenist, von der Finsterniß befreit und das Auge des Geistes sehendwerden. Zwar in der abendländischen Christenheit, in denLändern, welche wir bewohnen, waren Kenntnisse und Wissen-schaften so ganz verschwunden, daß es viele Geistliche undPfarrer gab, die nicht einmal lesen, geschweige das Wort Gotteswürdig erklären konnten. Im Morgenlande hingegen hatten sichdie Kenntnisse weit länger erhalten. Da waren in Griechenlandnoch immer sehr gelehrte Männer unter Bischöfen und Geist-lichen. Selbst die Juden hatten berühmte Schulen zu Soraund Tiberias, und die mahomrdanischen Araber übertrafen langeZeit die Christen an Einsicht und Weisheit. Und von daherkam auch wieder das Licht.

Denn als die abendländischen Christen zu Hunderttausend?«auf Kreuzzügen nach Griechenland und Asien kamen, das gelobteVlll. 19