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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Dahin drang Jesus, was er auch lehrte und predigte, durch-gchends; darauf hin drangen alle seine Jünger. Auch blüb inder christlichen Kirche lange noch die hohe Lehre von dem Siegedes Geistes über das Fleisch, des Lebens über das Todte. Alleinmit der wachsenden Unwissenheit und Barbarei der Zeiten ver-kannte man den wahren Sinn der heiligen Reden, und geriethin das größte Mißverständnis Was I sus geistig verstanden,nahm man im groben körperlichen Sinn. Man dachte nichtdaran, daß Geiz, Wollust, Ehrsucht, Verleumdung, Haß,Betrug, Unwahrheit, Ränke, Träghrit, Stolz, Leichtsinn unddergleichen das Gottlose und Jrd sche sci, sondern man hieltden menschlichen Leib schon an sich für böse, und glaubte sichzu heiligen und dem Schöpfer zu dienen, wenn man seinen nacktenKörper mit knotigen Stricken blutig hieb, härene Gewänder aufbloßer Haut trug, barfuß ging im Schnee, mit kahlem Haupt inder Sonn-engluth; wenn man auf bloßer Erde schlief, wenn manregelmäßig hungerte und dürstete, und so den Leib, dieses Werk-zeug des unsterblichen Geistes, abmergelte, schwächte, die Ge-sundheit zerrüttete und die vorn Schöpfer mit großer Weisheitgegebenen natürlichen Triebe bekämpfte. Durch die Zerstörungdes Körpers entstanden nicht selten Zerrüttungen des Geistes;und die Menschen, deren Wesen fi berhaft und unnatürlich, derenEinbildunzekraft bis zum Wahnsinn erhitzt war, glaubten baldErscheinungen von Teufeln, bald von Engeln, bald von Jesu,bald von der Jungfrau Maria, bald von andern Heiligen, bestdvon Gott selber zu haben. Sie machten Offenbarungen, sieweissagten, sie prophezeiten.

Damals aber ward solche Kasteiung und Selbstmördern füretwas Heiligendes gehalten. Man baute immer neue Klöster, .um sich in ihnen begraben zu können. Man erfand immer stren-gere Ordnungsvorschriften für Mönche und Nonnen. Manließ es dabei nicht, sondern oft sah man tausend und taufendMenschen singend und betend durch Straßen ziehen, die sich anScheidewegen und öffentlichen Miukten blutig geißelten, unddamit Gott zu verehren, sich selbst zu überwinden währücn. Aberdas Leben dieser Gcißler, in deren Gemeinschaft Männer und