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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
395
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stärkte den Schwächling, machte den Feigen muthvoll. ESentstanden neue Apostel, die den fremden Siegern das Evan-gelium predigten; es triumphirten neue Bckcnner Jesu überalle Schrecken; es begeisterten neue Märtirer die Heidenschaft,an Jesum zu glauben. Darum, wiewohl unter dem eisernenFuß der durch die Welt umherziehenden Nationen Alles ver-ging, was ehemals preiswürdig gewesen, die christliche Kircheallein verging nicht. Vielmehr sie umschloß endlich allcsammt,und versöhnte und verbrüderte die Streiter in ihren mütter-lichen Armen.

Es ist merkwürdig, daß die Wanderung der Völker fast inderselben Zeit anhob, als die christliche Kirche nach dreihundert,jährigen Leiden siegreich und in der römischen Welt herrschendgeworden war. Eine Stufe war erstiegen; nun sollte die zweitebetreten werden.

Zur schnellen Verbreitung der göttlichen Offenbarung durchJesum war ehemals die Einheit des ungeheuern römischenReichs nothwendig gewesen. Und der Erlöser der Welt wardin derselben Zeit geboren, da solche Einheit unter KaiserAugustus vollendet war. Nachdem nun das Christenthum indiesem ganzen Reiche mächtig und herrschend geworden, mußtees auch den entfernten heidnischen Völkern zukommen. Aber dieRömer zogen nicht erobernd zu ihnen, sondern die Völker derFerne stürzten sich gegen das Röm sche. Dessen Zertrümme-rung ward nun dem christlichen Glauben das wieder, wasihm ehemals die Einheit des Reichs gewesen.

Die wilden Nationen der Ferne sandle Gott, um die üppi-gen, weichlichen, zwistigen, sinkenden Völkerschaften und Men-schen, und die unter Roms Hoheit wohnten, mit neuer Kraftzu mengen und zu härten; sie würden sich ohnedem in ekelhaftenWollüsten und Grausamkeiten einander selbst aufgezehrt haben.Aber das Christenthum mußte hinzutreten, um die Wildheit derunmenschlichen, rauhen Sieger zu mildern, um die Trümmerder Wissenschaft und Kunst der alten Welt zu retten; sonstwürde der gcsammte Erdkreis in größere Barbarei und Un-wissenheit versunken sein, als er jemals gewesen.