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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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betrachten, wird uns diese Entwickelung der kirchlichen Gestaltweder betrüben, noch, wenn wir auf die finstere Rohheit damaligerZeiten Rücksicht nehmen, befremden. Wäre der Glaube einfachund rein geblieben in der Kirche, würde wenig daran gelegengewesen sein, ob die himmlische Frucht in hölzerner oder goldenerSchale dargeboten worden wäre. Waö liegt daran, wenn in desMenschen Brust ein gottseliges Herz schlägt, ob diese Brust voneinem ärmlichen Tuch oder von Purpur und Seide bedeckt wird?Es ist ein falscher Eifer, das Glänzende des Kuchenwesens zutadeln. Dieser Glanz ist oft zur Erweckunz höherer Empfindungenin rohstnnlichen Menschen wohlthuend gewesen. Warum solltenwir fromme Könige und Fürsten schelten, wenn sie sich edlerkleiden, mit irdischer Pracht umgeben, und nicht im Gewändeeines Bettlers einhergehen? Ohne die gewaltsam erzwungeneEinheit der Kirche wäre unstreitig das Christenthum in spätern,schrecklichen Jahrhunderten allgemeiner Barbarei zersplittert,und gänzlich entarret. Aber dieses Band hielt noch das Letztefest zusammen. Ohne das weltliche Ansehen eines geistlichenOberhauptes hätten die wilden und grausamen Fürsten nach-maliger Zeiten kein Gegengewicht ihrer zügellosen Tirannei,keine Beschränkung ihrer gräuelvollen Willkür gefunden. DieEinheit der Kirche und das Ansehen des geistlichen Oberhaupteshalf nicht wenig zur Bewahrung fast vernichteter Wissenschaften,zur Vereinigung der kriegerisch geschiedenen wilden Völker ; zurRettung der Freiheit in Europa; nicht wenig, daß unser Welt-theil nicht in die Abergläubigkcit und Sklaverei versank, worinnoch heutiges Tages die meisten Nationen des Morgenlandesschmachten. Alles ist seiner Zeit heilsam! Möge derkurzsichtige Mensch doch Vieles tadeln und beklagen, was ihmim Einzelnen und für den Augenblick ein ungeheures Unglückzu sein däucht: es ist, wie es auch sei, im Zusammenhang desGanzen nothwendig, segenreich, und wird als ein Werk gött-licher Vorsehung von den Weisen gepriesen.

Der Sieg der christlichen Kirche wider die zahllosen Verfolgerwar dem wahren Glauben nicht ohne Nachtheil. Wahr ist es!Aber indem wir eingestehen, daß Tausende vonHeiden auch nach