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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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351
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seinen Ruf: Wer mir nachfolgen will, der verläugne sich selbstund nehme sein Kreuz auf sich! Und so wollten sie lieber ihm,als den streitenden, eifrigen Schriftauslegern und Gottesgelehrtenfolgen. Sie erinnerten sich sehr gut dessen, was Christus einstdem reichen Jüngling zur ersten Bedingung gemacht hatte, demer ricth: seine Güter zu verkaufen, sie unter die Armen zuvertheilen und dann ihm nachzufolgen. Sie erinnerten sich sehrwohl seines wichtigen Wortes: Niemand kann zweien Herrendienen; entweder wird er einen hassen und den andern lieben,oder wird einem anhangen und den andern verachten. Ihrkönnet nicht Gott dienen und dem Mammon.(Match. 6, 24.) Und dabei blieben sie stehen. Die Verläugnungder Welt, die Gleichgültigkeit gegen das Irdische galt ihnen alsdie erste Probe einer wahren und standhaften Liebe Jesu undGottes; als der erste entscheidende Schritt zur Vereinigung mitGott. Sie verkauften das Ihrige, vertheilten es unter die Armenund trennten sich gänzlich vom Umgang mit den Menschen, indemsie in stille Einöden flohen, um da ganz Gott zu dienen.

Die ewigen Verfolgungen, die damals noch Jeden bedrohtenoder trafen, der den Namen des Christen zu tragen wagte,waren allerdings geeignet, sie gegen das Leben im Meltgewühlgleichgültiger zu machen, und ihnen die vollkommenste Zurück-gezvgercheit zu erleichtern. Schon in den ersten Jahrhundertennach Christi Geburt fand man christliche Einsiedler in abgelegenenWildnissen, die daselbst ihr ganzes Leben in schmerzlichen Ent-behrungen und unter Gebet uns Fasten zubrachten.

Allerdings habe ich ein Recht, zu glauben, daß diese frommenLeute in ihren Entschlüssen zu weit gingen. Denn eine solche Artder Weltentsagung hatte unser Erlöser niemals von seinen wahrenNachfolgern begehrt, hatte er nie gelehrt, hatte er selbst niemalsgrübt und weder durch seine Jünger noch durch andere seinerersten Nachfolger üben lassen. Er entzog sich dem Geräusch derWelt nie; sondern blieb im Umgang mit den Menschen, mitguten und bösen. Keine seiner Lehren ging dahin, wie man ineiner beständigen Einsamkeit zu fasten, zu beten und sich selberzu quälen habe. Er genoß die Annehmlichkeiten des Lebens, und