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Gefahr geschehen konnte. Es entstanden heimlich und öffentlich ^mehrere solcher Christenschulen. Diejenige zu Alerandrien, einerdamals großen und reichen Handelsstadt in Aegypten, wardder berühmtesten eine. Denn zu Alerandrien befanden sich schon ^seit ältern Zeiten immer berühmte Gelehrte in allerlei Wissen- ^schast, und vortreffliche Büchersammlungen, wie kaum anderswo ^m der Welt. Das waren noch Stiftungen aus der weisen Frei- ^gebigkeit ehemaliger ägyptischer Könige. Eine alte, uns aus ^den frühesten Zeiten der Christenheit überlieferte Sage meldet, 2^daß der Evangelist MarkuS, der erst nach der Auferstehungzum Glauben bikehrt, und nachmals Schüler, Dolmetscher undBegleiter des Apostels Petrus ward, die Christenschule zu Alc- Khxandrien angelegt habe. Er hatte Petrum nämlich auf dessen Mzweiter Reise nach Rom begleitet, hier seinen Auszug aus dem WEvangelium Matlhäi geschrieben, den er durch manchen klemm Ä
Beisatz, welchen er auS den Berichten des Apostels Petrus hatte, un
wichtig und selbst zum bessern Verstehen des Evangeliums Mat- F
thäi machte; und war dann vom Kaiser aus der Hauptstadt des , H
Reichs verwiesen worden. Da, heißt es nun, sei er nach Ale- ! r«
randrien gereiset, und habe, nach dem Muster der dortigen rg
heidnischen Schule, eine dergleichen für Christen gestiftet. ^
So viel ist gewiß, daß diese Schule schon sehr früh vor-handen gewesen ist, und nicht nur die Jugend in der christlichen ^
Religion unterwies, sondern auch übte, um Irrthümer mitgehöriger Einsicht und Kunst mündlich und schriftltch zu wider- ^legen. Dies war um so nothwendiger, weil unter den heft-nischen Gelehrten, Weltweisen und Schriftstellern mehrere auf- ^traten, welche die Lehre der Christen mit allen Waffen der ^Beredsamkeit und des Witzes angriffen. ^
Zum Glück aber fehlten unter den Christen niemals gelst- ^
volle und in den Wissenschaften bewanderte Männer, welchekräftig für die Wahrheit ihres Glaubens mit Mund und Feder ^
stritten. Unter den Weltweiftn der Heiden selbst wurden mehreredurch die heilige Klarheit der Lehre Jesu erleuchtet und zu deren ^
Vertheidigung gewonnen. So unterstützten diese nun mit ihren ^
Schriften, für die besondern Bedürfnisse der Zeit, die frühern ^