gesagt: Verwundert euch nicht, meine Bruder, obeuch die Welt hasset. (1. Joh. 3, 13.) Und Christusselber hatte alle die Folgen, alle die Kämpfe vorausgesehen,welche das Evangelium in die Welt bringen würde.
Dieser Kampf des Guten mit dem Bösen konnte am Ende- doch nicht anders als heilbringend ausfallen. Durch Uebungder Kräfte erstarkte die Kraft der Gläubigen, und Reiz wirktenur Gegenreiz. Jene standhaften Bkkrnner Jesu, jene Blut-zeugen, jene Märtirer der Kirche wurden noch mehr durchihren hclvrnmüthigen Tod, als durch ihr frommes Leben, dieAusbreiter des Evangeliums. Je größer der Druck, je stärkerher Gegendruck. Und in der größten Noth und Gefahr der be-drohten Christenheit erwuchsen ihre zweckmäßigsten Mittel zurendlichen Gewinnung des Sieges.
Dazu gehörten nun auch die Schulanstalten der Christen.Sie fühlten wohl, daß dasjenige, was bloß Geistessache ist,nicht wie eine irdische mit dem Schwert in der Faust erhaltenoder fortgepflanzt oder vernichtet werde. Wahrheit, Glaubenund Ueberzeugung aber sind Sachen des unsterblichen Geistes.Sie können nur von Geist zu Geist behandelt, nur durch Unter-richt und Nachdenken gewonnen und gegeben, behauptet und ver-breitet werden. Die Christen schickten ihre Kinder anfänglichimmer noch in die heidnischen Schulen. Da sogen sie die Irr-thümer und Täuschungen des Heiventhums in einem Alter ein,in welchem Selbstprüfung noch nicht statt findet. Dies veranlaßtechristliche Aeltern, den Unterricht ihrer Kinder entweder selbst zubesorgen, oder ihn in eigenen Schulen von christlichen Lehrernertheilen zu lasten. Wo sich irgend eine zahlreiche Gemeindebefand, ward auch bald eine Unterrichtsanstalt für die Jugendgegründet. Oft aber mußte die Schule wieder so heimlich ge-halten werden, wie die Gemeinde selbst. Und erhoben dieHeiden irgend einen Sturm gegen die Christen eines Ortes,waren gewiß die Aeltcften, die Bischöfe, die Priester und Schul-lehrer immer die ersten Opfer der gereizten Volkswuth.
Auch für Bildung und höhere, gelehrte Unterweisung künf-tiger Priester und Glaubensverkünder ward gesorgt, wo es ohne