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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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sich gegen diesen Gebrauch (1. Tim. 2, 11. 12), der wider desWeibes stille Wirksamkeit stritt und wohl zu mancherlei Miß-brauchen und Aergernissen führen konnte.

So entfaltete sich unbcmeikt bei den Christen eine eigene Zuchtund Ordnung in den heiligen Zusammenkünften. Weil nun dasChristenthum ursprünglich vom Judenthum ausgegangen war,brachten die bekehrten Juden auch vieles von den Einrichtungenihres Gottesdienstes mit in die christlichen Versammlungen. Undspäterhin nahmen die vom Heidenthum bekehrten Gemeinden einengroßen Theil der gottesdienftlichm Einrichtungen von den Juden-christen an, theils weil die Lehrer selbst meistens Judcnchristenwaren, theils weil die Gemeinden zu Jerusalem oder Pella oderin andern Gegenden Asiens das Ansehen des höhern Alterthumsfür sich hatten.

Daher mußte man sich nicht wundern, wenn in den erstenchristlichen Jahrhunderten auch immer noch der jüdische Sabbathbeibehalten und mitgefeiert wurde. Die Feier des Sabbathsverlor sich erst spät, am ersten aber in den abendländischen Kirchen,weil hier meistens Heiden die Bekehrten waren. Eben so gingendie bei den Juden üblich gewesenen Fasten in die frommen Ge-bräuche der neugläubigen Gemeinden über. Weder Christus nochdie Apostel hatten das Fasten eingeführt oder anbefohlen; aberes als Juden, folglich im Gehorsam gegen das mosaische Gesetz,beobachtet. Aus gleicher Ursache erhielt sich auch der Genuß desOsterlamms bei den Christen; denn Christus hatte dasselbe noch,jüdischen Sitten getreu, mit seinen Jüngern genossen. Das Auf-legen der Hände war in Israel uralter Brauch, und die bekehrtenJuden behielten ihn bei. Wie im Tempel zu Jerusalem und inden Judenschulen ordnete man auch die gottesdienstlichen Geschäftein den Zusammenkünften der Christen an; man las hier, wie dort,aus den Schriften des alten Testaments Stücke vor (nachmalsauch von den Evangelien und Briefen der Apostel), erklärte sie,legte sie aus. Man sang die heiligen Psalmen Israels; manbetete einzeln oder allgemein.

Desgleichen feierte man auch, wie alle Juden thaten, dasOsterfest, nun aber mit andern und höhern Erinnerungen. Es