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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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schiedenen Aemtern und Gaben in der christlichen Gemeinde geredethatte, und es ihnen empfohlen hatte, nach den besten Gabenzu streben, sagte er: Ich will euch einen köstlichen Weg zeigen:Strebet nach der Liebe. (1. Kor. 12, 31.)

Das ward in spätern Zeiten sehr anders. Man vergaß desinnern Zeichens der Jüngerschaft, und ließ es beim äußern beewenden. Man zankte, haßte, verketzerte sich ; aber beobachtetesehr genau die äußerlichen Gebräuche und Uebungen; man that,was Christus an den pharisäischen Juden getadelt hatte; derinnere Mensch war verdorben, der äußere allein galt.

Lange waren Taufe und Abendmahl die einzigen Feierlichkeitenunter den Christen. Die Taufe ward aber, sowohl zu Jesu Zeiten,als auch in den ersten Jahrhunderten nach ihm, nicht den un-wissenden Kindern, noch weniger Säuglingen, sondern nur denErwachsenen ertheilt, die vorher im Christenthum unterrichtetsein mußten. Denn nach dem einfachen, schlichten Geist der ältestenChristen schien ihnen unnatürlich, Jemanden in die Geheimnisseeines Glaubens und in die Gemeinschaft einer Verbindung ein-zuweihen , die er noch nicht kannte. Sie hielten fest an demWort: wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden.Das Glauben ging dem Getauftwerden allezeit voran.

Wer nicht getauft war, wurde auch von den Christen nochnicht als ein Genosse der Gesellschaft angesehen. Er konnte ihrenVersammlungen, worin gelehrt und gebetet ward, beiwohnen;aber vom heiligen Abendmahl blieb er ausgeschlossen; denn dieswar schon eine feierliche, nur wirklichen Bckcnnern des Heilandesangemessene Handlung. Diese Abendmahle zum Gedächtnisse desGekreuzigten waren anfangs wirkliche Gastmähler, wo dieChristen, arm und reich, zusammentraten, und mit Vergeffungalles bürgerlichen Unterschiedes als Brüder und Schwesternaßen. Wo in einer Gemeinde noch Gemeinschaft der Güter stattfand, wurden die Unkosten des Mahles aus dem Gemeingutbestritten. Wo solches in Gemeinden nicht üblich geworden,pflegten die Reichen das Mahl auszurüsten, und den Aermernmitzutheilen; oder Jeder brachte das Seinige mit. So ward miteinander gespeiset und getrunken, und dann am Ende der Mahl-