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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
322
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Wie konnte es auch anders ftin? Welcher Unbefangenemußte nicht mit Erstaunen die Erfüllung von Jesu Vorher-verkündigungen sehen? Wer hätte sich weigern können, ihn zuverehren und die Herrlichkeit Gottes in ihm anzubeten?Mochte sich der Jude weigern, die neue Lehre anzunehmen,und die mosaischen Gesetze zu verlassen; mochte sich der Heideweigern, die Götter seiner Vater zu verläugnen; Keiner konnte,bei einiger Prüfung des neugepredigten Glaubens, seiner Vor-trefflichkeit widerstehen. Aus ihm allein quoll höhere Erkenntniß,ewige Wahrheit, bleibende Seligkeit. Der Jude wie der Heidemußte eingestehen, daß diese Religion allein mit den reinstenUeberzeugungen der Vernunft, mit den Ordnungen der ganzenNatur, mit der ewigen Sehnsucht des menschlichen Gemüthsnach dem Höher«, in vollkommenem Einklang stehe; mußte be-kennen,, daß durch diese Religion erst das größte Räthsel desmenschlichen Daseins auf Erden und dessen Zusammenhang mitGott und Zukunft gelöftt sei: mußte bezeugen, daß nicht nurjeder Einzelne, nicht nur eine Familie, oder ein ganzes Volk,sondern die gesammte Menschheit den höchsten Grad der Voll-kommenheit und einer tiefgegründeten Glückseligkeit erreichenwürde, wenn die Tugendlehren des Erlösers den Willen derMenschen leiteten.

Wir die Christen damaliger Zeit erblickte, ward von dervortrefflichen Wirkung des Glaubens an Jesum noch mehr über-zeugt. Er sah Männer jedes Alters, jedes Standes, Gebieterund Gehorchende, Gelehrte, Krieger und Geschäftsleute, allevorn Geiste der Liebe geleitet, wohlthuend, menschenfreundlich,uneigennützig, unbestechbar redlich. Ihr tugendhafter Wandelwar ohne Prunken. Sie wa n nicht, wie andere Sterbliche,auf Gewinn von Ruhm, Gewalt und Geld erpicht, hingen garnicht mit unmäßiger Liebe an gewissen Bequemlichkeiten desLebens, an äußerlichen Vorzügen. Sie schienen durch ihrenneuen Glauben in Wesen höherer Art verwandelt zu sein, die,ganz unabhängig von den Zeitumständm, ein Glück im Innernihres Herzens trugen, das andern Sterblichen unbekannt war.Man sah sie mit Gewissenhaftigkeit nicht nur ihre Pflichten voll-