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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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31 .)

noch vertheidigte sich das Volk mit großer Wuth. Der men--schenfreundliche Titus hatte Erbarmen mit der schönen, uralten,weltberühmten Stadt. Gern halte er Frieden gemacht; aberdie hartnäckigen Juden verwarfen alle Vorschläge, während ihrElend durch die unmenschlichen Gräucl ihrer Parteien gegeneinander immer unaussprechlicher ward. Nachdem der römischeFeldherr jede Hoffnung zum Frieden eitel sah, griff er diesestarke Stadt mit Ernst an. Die Festung Antoma ward erstürmt.Die Juden zogen sich fechtend von Straße zu Straße gegen denTempel zurück. Der Tempel ward erstürmt, und mehr nochdurch die Achtlosigkeit und Wuth der Juden, als durch dr»Rache der Sieger ein Raub der Flammen. Fechtend zogen sichdie Geschlagenen in die obere Sradt zurück. Auch diese warderstürmt: nun ganz Jerusalem Schutt und Asche. Ueber eineMillion Juden war in diesem beinahe fünfjährigen Kriege qe-tödter worden. Erfüllt war das furchtbare prophetische WortJesu Christi: Es wird die Zeir kommen, in welcher deß Alles,was ihr sehet, nicht ein Stein auf dem andern gelassen wird,der nicht zerbrochen werde. Wehe den Schwängern und Säu-genden in denselbigcn Tagen, denn es wird große Noth aufErven sein und ein Zorn über dies Volk. Und sie werden fallendurch des Schwertes Schärfe, und gefangen geführt unter all».kcr; und Jerusalem wird zertreten werixn von den Heiden,bis daß der Heiden Zeit erfüllet wird. (Luk. 21,6. 23. 21.)

Es wurden bei siebenundneunzigtauftnd Juden gefangen ge-nommen, weggeführt in andere Länder, und auf den öffen--lichen Märkten der Städte wie das Schlachtvieh in Sklavereiverkauft. Jerusalem, schon in frühern Zeitaltern fünfmal vonFeinden erobert, ward jitzt, im siebenzigstcn Jahre nach ChristiGeburt, gänzlich geschleift, daß kein Stein auf dem andrenblieb; Alles cin ungeheurer, trauriger Schutthaufen. Dieje-nigen armen jüdischen Familien, weiche noch im Lande blieben,wurden gleich Sklaven behandelt, und mußten, ohne Wider-lpruch, für das traurige Glück, auf dem verwilderten Bodenihrer Väter wohnen zu dürfen, die aller schwersten Abgabenentrichten. Ausgediente römische Kciegiknechte theilten sich in