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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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die Juden zu bewegen, Jesum als den Messias zu erkennen,mußte er sich auf die Worte der heiligen Schriften berufen, diebei ihnen allein Ansehen hatten.

Markus, der Gefährte Petri und Pauli, und Vetter desBarnabas, schrieb wieder in einer andern Absicht sein Evan,gelium, und zwar zu Rom, indem er da- Evangelium Matthäivor sich hatte. Eben so Lukas, der beständige Gefährte Pauli.Johannes hingegen schrieb sein Evangelium, so wie seinenersten Brief, bestimmt zur Widerlegung von Irrthümern undLehren, die sich aus den Begriffen heidnischer Weluvcisheit insChristenthum einschlc-ichen wollten. Um von denen, die er be-lehren wollte, verstanden zu werden, mußte Johannes in denihnen eigenthümlichen Vorstellung- - und Redensarten schreiben.So that Jeder. Wenn man nun in spätern Zeiten mit allendiesen Umständen unbekannt war, wohl gar sich nicht einmal umdieselben bekümmerte, sondern wenn Jeder das, was nicht zu-nächst für ihn geschrieben war, wörtlich nahm, als wenn eSfür ihn und in der Vorstellung-weise seiner eigenen Zeit verfaßtwäre: so mußte eine Menge neuer, oft einander widerspre-chender Begriffe aufkommen, von welchen die ältestenChristen nichts gewußt hatten. So mußte die Religion derChristen allmälig eine andere werden, als die Religion, welcheder Welterlöser hatte und verkündigte.

Paulus selbst läugnete es gar nicht, daß er sehr ungleichschreibe; daß er Allen Allerlei zu werden suche, um viele Seelenzu gewinnen; daß er nicht Jedem harte Speisen gebe, weil sienicht Jeder ertragen könne. Er that, wie auch der göttlicheHeiland schon selbst: er richtete sich nach den Begriffen und Ein-sichten derer, zu denen er redete. Ich hätte euch noch viel zusagen, aber ihr könnet es noch nicht ertragen! So schildertPaulus in seinem Briefe an die hebräischen Juden Christumals den einzigen und höchsten Hohenpriester; er vergleicht ihnmit Aarvn und Melchisedek; er macht die Stiftshütie und daslevitische Opfer zum Vorbild Jesu; er stellt den Tod Jesu alsdas letzte große Versöhnopfer dar. Alles nach Vorstellungs-art der Juden, die einen Aaron und Melchisedek in ihrer Ge-