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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
302
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Christen, sich vor. einander in Parteien zu trennen, oder sichnach verschiedenen Lehrern zu nennen oder benennen zu lassen.(1. Kor. 3 . 3 5 .) Ex erklärte vielmals ausdrücklich, daß dietspitzfindiakcilen »"d Grübeleien zu nichts führten; daß Christumlieb haben besser denn alles Wissen sei; daß das Reich Gottes nichtin Worten bestehe, nicht in Lchrartckeln, sondern in Kraft.(1. Kor. 4, 20.) Dasselbe ward auch von den übrigen Apostelnvielfältig betheuert. Sie drangen auf Ausübung der Tugend,auf heiligen Sinn und heilige Werke; auf Früchte des Glaubens;auf Liebe, welche die wahre Seele aller Glückseligkeit, allesChristenthums sei. Wenn ich weissagen könnte, undwüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnisse,und hätte allen Glauben, also, daß ich Berge ver-setzte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts!rief Paulus. ( 1 . Kor. 13, 2.) Das Alles hatte Christus Jesusselbst und wiederholt gelehrt. Er hatte laut erk.ärt, daß er nichtdiejenigen zu seinen Bekennern, zu den Genossen des Himmel-reichs zähle, die zu ihm sagen würden: Herr! Herr! sondern dieden Willen des Vaters im Himmel thäten. Wenn er in demmajestätischen Bildniß vom Gericht über die Welt sich als denRichter darstellt, fragt er nicht nach den Meinungen und Vor-stellungen und Glaubenseigenhciten derer, die vor seinem Richter-stuhle versammelt fein werden; sondern ob sie den Hungerndengcspeiset, den Durstenden getränkt, den Gast beherbergt, denNackren bekleidet, den Kranken besucht, genug, die Werke derreinen Menschenliebe, nach Gottes Willen, gegen alle ihre Mit-erschaffcnen ausgeübt haben werden. (Maith. 25, 31. u. s. w.)

Wenn allerdings auch die Spaltung der Christen in ihrenGlaublnsmeimingkn, schon zu Lebzeiten der Apostel, und nochmehr nach deren Tode, mein größtes Erstaunen erregt: so findeich dies Uebel doch bei einigem Nachdenken über seine Ursachensehr erklärlich. Die Quellen davon liegen nicht gar lief ver-borgen. Ueberbauvt schon mußten die verschiedene Bildung,Erziehung, Fähigkeit und Temperamentsart der zahlreich be-kehrten Menge großen Einfluß auf die Mannigfaltigkeit ihrerreligiösen Vorstellungen haben. Feiner aber ist rs auch weit