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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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301
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Rechts scher, wollte. Es half nichts, daß sie diejenigen, welchenun einmal anderer Ueberzeugung geworden waren, mißhandelte»,mordeten, plünderten, von bürgerlichen Rechten ausschlössen, ausdem Lande jagten. Ueberzeugungen und Meinungen können nurdurch Darthun des in ihnen erhaltenen Irrthums geändert,hingegen durch gewaltthätig? Verfolgung nur besten kt und muthigerwerden.

Weit gefährlicher ward dem Christenthum bald die von ein-ander oft abweichende Denkart ihrer Bekenne,' selbst. Denn schondie ganz verschiedenen Vorstellungsartcn derer, die aus derJudenschaft, und derer, die aus der Heidenschaft bekehrtworden waren, mußten in das Christenthum sehr verschiedeneAnsichten bringen. Nach Maßgabe der vollkommener« oder un-vollkommener« Erkenntniß der in den verschiedenen Gemeindenbefindlichen Lehrer, ward die Lehre Jesu reiner oder unreinermitgetheilt, mehr oder weniger mit menschlichen Zusätzen ent-stellt. Nicht nur die mündlichen Aeußerungen der ersten Jünger,sondern auch die Evangelien und die Briefe der Apostel sogar,wurden mannigfaltig verstanden und ausgelegt. Jeder bildetesich ein, die richtigern Begriffe zu haben. Menschliche Schwach-heiten und kleinliche Leidenschaften, Eitelkeit, Rechthaberei undBegierde nach Anhang, mischten sich nicht selten in den Streit,so, daß zuweilen gar Einige wagten, den Aposteln zu wider-sprechen, und sich erleuchteter zu dünken, als sie.

Daher finden wir in den Briefen der Apostel, wenn wir siemit einiger Aufmerksamkeit lesen, vielfache Spuren von Zwistig-keiten in den Gemeinden über Gegenstände des Glaubens, die siebeizulegen suchten. Wir finden darin die Klagen der ersten Jesus-jünger gegen überhandnehmende Jrrlehrer, und Warnungen vordenselben. Wir finden, daß sich die Christen in Parteien undSekten von einander zu scheiden geneigt waren ; daß die Einenmehr auf den Apostel Paulus hielten, Andere ihm den ApostelPetrus vorzogen; wieder Andere dem Apollos anhingen, welcherein zum Christenthum bekehrter Jude aus Alexandrien in Aegypten,und von Paulus sehr geschätzt, durch seine Rednergaben besondershervorstechend war. Paulus eiferte gegen diese Neigung der