So thaten die Apostel. Glauben und Liebe zu Jesu zuerwecken, war ihr erstes Geschäft. Sich und ihrer Predigt vorFremdlingen Ansehen und Glaubwürdigkeit zu erwecken, ver-richteten sie Zeichen und Wunder durch jene Hähern Kräfte, die«ns m den Geschichten der ersten Bekcnner Gaben des heiligenGeistes genannt werden, deren eigentliche Beschaffenheit uns aberrmetkläriich geblieben ist.
Sie erreichten ihren Zweck. Die Erfolge ihrer Thaten redenund zeugen für sie. So groß ward die Ehrfurcht bei vielen Per-sonen in Jerusalem, daß man sich einbildete, es sei schon genug,vorn Schallen eures Petrus berührt zu werden, um wohlthätigeund außerordentliche Wirkungen zu empfinden.
Der erste Wi.kungek.eis der Apostel blieb lange innerhalb"den Ringmauern von Jerusalem beschränkt, bis der seit Er-mordung des frommen Blutzeugen Stephanus erregte Aufruhrihrer Widersacher sie größtentheils zwang, die Stadt zu ver-lassen. Denn von Haus zu Haus ward den Bckennern Jesu vonNazareth nachgespürt, und Gefängniß um Gefängniß mit ihnenangefüllt. Groß war die Wu:h der Juden; aber vergeblich-Denn die Gemeinde der Gläubigen, welche sie durch Schreckenganz zu unterdrücken oder zu vertilgen wähnten, breuetcn siemit Zerstreuung ihrer Glieder im gesummten Lande aus. Nichtrmr zu den entlegenem Gemeinden Juväa's zogen die verfolgtenLehrer, sondern der Apostel Philippus ging selbst zu den Sama-ritern und verkündete ihnen den Auferstandenen. Der Segen,mit welchem er unter diesen Halbjuden wirkte, war so groß.Daß die in Jerusalem gebliebenen Bckenner voll hoher Freudewurden und dem thätigen Philippus noch die Apostel Johannesand Petrus zum Beistand schickten.
Doch auch die Samariter wurden noch zum auecrwählienVolk Jchova's gezählt, wenn sie gleich nicht im Tempel vonJerusalem anbeteten und opferten. Hingegen zu den HeidenHing keiner der Boten Jesu. Gewissenhaftigkeit, oder frommesVorurthcil, hielt sie davon ab. Von der einen Seite erinnertensie sich wohl des Willens Jesu, daß sie so lange als möglich in.Jerusalem bleiben sollten, daß er ihnen immer zunächst die Juden