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29.
Paulus/ der Bote Jesu.
Ap. Gesch. 9/ ä.
Was toben doch die Volker so vergebens?
Er/ der erwürget ward/ ist Herr des Lebens.
Er soll/ erhöht zum Himmel/ auch auf ErdenVerherrlicht werden.
Verfolgt die Boten Jesu! Wüthet/ steinigt/
Den Zeugen Stcphanus; ergrimmet/ p-einigt/
Werft sie in Ketten; würgt sie! — Er ist König;
Der Herr ist König!
Laßt weit umher ihr Blut in Strömen fließen!
Würgt/ Heiden! Schützt die Götter; dennoch müssenDie Götter fallen! Ja sie find gefallen;
Sie find gefallen!
1.1m die Welt von den ewigen Wahrheiten zu überzeugen,welche Jesus geoffenbart hatte, waren keine Zeichen und Wundervonnöthcn; denn die Wahrheit siegt und überzeugt durch sichselber.
Der Weg der Ueberzeugung aber ist langsam und schwierig.Er fordert ein stilles Prüfen, Vergleichen, Abwägen der Gründeund oft nicht geringe Vorkenntniffe. Die Jünger Jesu wähltendaher mit Recht, gleichwie schon ihr Meister gethan, den kürzernund nicht minder sichern Weg des Glaubens. Sie fordertenGlauben an Jesum, als den Gottgesandten, den Weltmrssias,um seinen Hähern Offenbarungen allgemeinen und schnellen Ein-gang zu verschaffen. Sie forderten Liebe zu Jesu, um zur Liebeseiner Gebote zu entflammen, durch welche die Menschheit voll-kommener und göttlicher werden sollte. Wie damals, ist nochheutiges Tages der größere Theil der Menschen nicht fähig, durcheigenen Reichthum von Vorkenntnissen und entwickelten Gemüths-gaben den weiten und schlüpfrigen Weg felbstprüfenden ForschenSeinzuschlagen. Vertrauen fordert der Lehrer auf seine Einsicht, umseine Zöglinge zur Wahrheit und deren segensvollen Wirkungenhinzuführen ; Liebe fordert die Mutter von ihrem Kinde, umihm durch diese Liebe auch die Liebe zur Tugend einzuflößen.
Vlls. 13
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