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das Gedächtniß des göttlichen Urhebers ihrer Seligkeit undBesserung, wie er es angeordnet hatte.
So lebten sie unschädlich und unschuldig, nirgends Störerder öffentlichen Ordnung, voller Gottcsliebe und ohne Men-schenfurcht. Erwärmt und beseligt durch das Heiligste, wardihnen das Irdische gleichgültig, das Ewige Alles. Sie harkeneinen Gort zum Vater, einen Heiland zum Erlöser, einenGeist zu Heiligung des Gemüthes. So waren sie sich durchGlauben und Hoffnung und Liebe über alles Vergängliche hin-aus verwandt, des Sraates gehorsamste Bürger. Nur in demeinen Grundsätze wankten sie nicht, wenn bürgerliches undgöttliches Gebot in Widerspruch traten: man müsse Gott mehrgehorchen, denn den Menschen.
Langst sind die Zeiten des ersten Christenthums verschwun-den mit ihrer Heiligkeit, Einfalt und Liebe. Statt Verfolgungist Triumph, statt heimlicher Bctsäle stehen Prachttempel. Ach,daß in diesen Triumphen und Tempeln noch die bescheidenenTugenden der frühesten Jesusbekcnner wohnten! — Und wohnensie nicht dort mehr: wer wehrt es, daß sie ihren Platz in meinemHerzen finden? Möge doch der leichtsinnige Haufe über stilleFrömmigkeit lächeln, und die Tugend bloß liebenswürdigeSchwärmerei nennen; möge er immerhin üppigen Modeionstatt Sitteneinfalt empfehlen, oder mich hassen, wenn ich dieWahrheit, die da ewig bleibt, seinen Irrthümern und geschmink-ten Lastern entgegenstille! Man soll Gott mehr gehor-chen, denn den Menschen!