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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
240
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Christus hatte sich einst selber zwölf Auserwählte zugeordnet,ähnlich der Zahl von den Stämmen des jüdischen Volks. Judasfehlte, der den Heiland des Lebens verrathen hatte. Petrusmeinte, die Zahl der ersten Zwölf müsse wieder ergänzt werden.So berief er die Gläubigen alle zusammen, damit sie unter sichEinen fänden, welcher von der Taufe Jesu durch Johannesan, bis zu dem Tag, da er von ihnen geuomme:: worden, einZeuge der Auferstehung des Herrn werden könne.

Zwei von den sämmtlichen Anwesenden wurden dazu beson-ders fähig gefunden: Joseph, genann-t Barsabas, mit dem Zu-namen Just, und Matthias. Beide waren gleich verdienstvollund würdig. Daher mußte das Loos entscheiven. Das Loosfiel auf Matthias, und er ward zugeordnet zu den eilf Aposteln.

Diese Wahl, als das erste wichtige Geschäft der Jesus-bekenner, ist mir lehrreich, und ich will es nicht als eine ganzgleichgültige Begebenheit übersehen. Ich erkenne daraus, welchezärtliche Liebe die Jünger zu Allem hatten, was von Christoherrührte. Auch die Zahl der Vertrauten, welche er im Lebenerkoren, war ihnen heilig; sollte auch r^rch seinem Verschwindenbeibehalten werden. So denkt und fordert nur die herzlicheLiebe. So ist der zärtlichen Verehrung eines verwaiseten Kindesauch das Allergeringste theuer, was daS Andenken geliebterAeltern erhält.

Ich erkenne daraus aber auch die gewissenhafte pünktlicheTreue der Jesusschüler, mit welcher sie alle und jede Einrich-tungen ihres göttlichen Lehrers bewahrten. Auch vom Geringstensollte nicht abgewichen werden, wie er es angeordnet oder geliebt,oder gesagt hatte. Diese Gewisscnhafiigkeit ist mir beruhigendeBürgschaft, daß Jesus Christus wirklich dasjenige gelehrt habe,was die Apostel nachmals von ihm schriftlich aufbewahrt haben,so wie auch die Evangelisten in ihren Lebensbeschreibungen desHerrn thaten. Denn da der Erlöser der Welt nur mündlichgelehrt, aber nichts Schriftliches hinterlassen hat, müssen wiruns lediglich auf die Aussagen verlassen, die wir von jenenZeugen der Auferstehung noch heute besitzen. Wir können diesaber mit um so größerm Vertrauen, da wir bemerken, wie