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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
220
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hova's auf Erden werden sollte, nun sagte man ihm: dieserJesu- habe die Banden des Todes gebrochen, sein Grab sieg?reich verlassen, und sich mehrmals seinen Jüngern schon, alswirklich lebend, gezeigt! War Jesus der Messias und Welt-könig: warum ließ er sich gefangen nehmen, mißhandeln, kreu-zigen? War er nicht Messias: wie konnte er den Tod über-winden ?

Acht Tage lang wankte er umher in diesen Zweifeln. ESward in ihm Gewißheit, seine übrigen Freunde wären im Irr-thum. Da stand unerwartet Jesus wieder im Kreise seinerSchüler. Thomas sah chn. Er sah ihn, und traute seinemeigenen Augen nicht. Als Christus Jesus aber sich nun zu ihmmit jener Holdseligkeit herwandte, die nur Jesus hatte, undihm mit der rührenden Liebe, die in Jesu Stimme nur allemso erschütternd zu den Herzen klang, sagte:Reiche deineFinger her, und siehe meine Hände; und reiche deine Handher, und lege sie in meine Seite: und sei nicht mehr ungläubigda verwandelte sich in Thomas Alles, und alle Zweifel stürztewvernichtet zusammen, und die ganze Welt, und das ganze Lebenward ihm ein anderes. Erstaunt, entzückt und anbetend stam-melte er: Mein Herr und mein Gott!

Und fest und ewig unzerstörbar stand von nun an seinGlaube aufgerichtet. Thomas war unter den Jüngern, dienachmals wieder an dem Meere Tiberias den Herrn sahen, als- .er, anfangs von ihnen in der Morgendämmerung nicht er-kannt, fragte: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Johanneszwar erkannte den göttlichen Freund früher, als alle andereihn erkannten; Thomas aber hatte seinen Zweifel verloren^und lag mit Andacht zu Jesu Füßen.

Selig sind, die nicht sehen, und doch glauben! sprachstDu, mein Heiland, zu dem überzeugten Thomas. Selig sind,die nicht sehen und doch glauben! sprachst Du zu Deinen Jün-gern allen in nachfolgenden Jahrtausenden. O mein Heiland,Du sprachst diesen Segen auch über meine Seele!

Es gab eine Zeit, da mein Glaube wankend war, weil ichDich nicht gesehen und erkannt hatte. Wie Thomas, hätte ich