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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
199
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das irdische Leben; Christus aber, gleichsam ein anderer Adam,rm Erstgeborner GotteS in der geistigen Welt, ist gemacht irrLas geistige Leben. Wie wir von Avam, dem Stammvater deSMenschengeschlechts, Fleisch und Blut, das Verwesliche, erbten,so erbten wir von Christo das Göttliche und Vollkommene, dieSeligkeit deS Ewigen.

Es hat uns Jesus nicht offenbart, wie die VerwandlungenLrn Tode sein werden. AlleS Forschen der Menschen darüber istfruchtloses träumerisches Muthmaßen. Auch sehe ich sehr wohlein, daß es uns Sterblichen unmöglich zu offenbaren war undist, weil wir, um zu verstehen, waS wir sein werden, schondas sein müßten, was wir erst noch werden sollen. Wer kanndem Blindgebornen die Pracht der sichtbaren Welt, der Erdeund ihres Frühlingsschmuckes, des Himmels und feiner Sterneoffenbaren? Es fehlt ihm der Sinn dafür. Um diese Pracht zuerkennen, müßte er schon sehend sein.

Herrlich ist jetzt schon der Leib des Menschen. Und so schwerund gebrechlich auch dies Werkzeug ist, mit welchem ich an dieErde gefesselt bin, so mächtig und reich macht eS doch hiermeinen unsterblichen Geist. Ich kann mich nicht schnell, wie derGedanke, von einem Ende der Welt zum andern schwingen,und Vieles bleibt mir Geheimniß. Aber doch bin ich durchdiesen Leib schon jetzt mit einem unermeßlichen Theil der ewigenSchöpfung Gottes eng verbunden. Ich rühre mit meiner Handin die unsichtbare Wärme der Körper hinein; mit dem Augerühre ich an die Milliarden Meilen weit entfernten Sterne.Mit dem Ohr erfasse ich den Gang des SturmS und die süßenGefühlserklärungen der lebendigen Wesen; mit dem Geruchempfinde ich die unberührbaren Stoffe und Elemente der Luft;mit der Zunge entdecke ich Eigenschaften, die an den Körpernkein Auge, kein Ohr wahrnimmt; durch die Sprache vermählenGeister ihre Wirksamkeit. Herrlich ist schon jetzt der Leib desMenschen; wie wird einst der verklärte sein!

So unnütz alles Vermuthen und Träumen derer ist, dieDom Zustand des Geistes im künftigen Dasein reden wollen: sounnütz ist es, über den Anfang des neuen Lebens zu klügeln.