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worden, die ihnen kein Genüge thaten. Der wahre Jesus istihnen so dunkel geworden, wie der wahre lebendige Gott, wiedas All des Seins, wie ihr eigener Geist.
Mit Abscheu sehen die christlichen Frömmler, die sich glauben--voll nen.ien, aber arm an Früchten des Glaubens, nämlich anguten Werken, sind, auf die sogenannten Aufgeklärten. Und dieseblicken mit verächtlichem Mitleiden auf jene, als auf verkehrte,blinde Wesen. Im Grunde haben beide viel Wahres in denVorwürfen, die sie sich gegenseitig machen. Aber beide habenJesum Christum nie gekannt. Ihr Sterben wird nicht sein,wie sein Sterben auf Golgatha.
Nur wer ihn ganz erkannt hat, der wird recht an ihnglauben ; und nur wer recht an Jesum glaubt, wird recht inseinem Geiste leben; wor recht in seinem Geiste lebt, der wirdseine Werke thun; wer seine Werke thut, der hat die Liebe, wie .er, die heitere Zuversicht auf Gott, wie er, die Erhabenheit überdas Schicksal, wie er, die Uebereinstimmung seines Innern mitden Ordnungen der Natur, wie er, die richtige Würdigungvergänglicher Dinge, wie er, das Festhalten des Himmlischenund Ewigen und Beseligenden, wie er, — der darf sich einersüßen, verklärenden Sterbestunde erfreuen, wie die Stunde aufGolgatha war.
Ja, auch mir wird die seligste aller Lebenkstunden, die letztealler mühsamen, die erste aller freudigen erscheinen, da ich auf-gelöset werde und hingehe zum Vater. Sonst zitterte ich heimlichdavor; nun nicht mehr, seit ich weiß, wer mein Heiland ist,wodurch er es ist und wie ich durch ihn eines schönern Lebensfähig geworden bin. Er ist der Gottessohn! Heil mir, daßich ihn habe! Durch ihn habe ich das wahre, höhere Leben,das stille Wirken in Gott. Und wenn ich oft noch dem Einflußverbotener Neigungen, sündlicher Aufwallungen und Gewohn-heiten, ungeachtet meines Ankämpfens dagegen, unterliege:Gott sieht meinen Kampf! Ich getröste mich der Gnade desWelterbarmers.
Wenn sie nun kömmt, die letzte meiner Stunden, die er-habenste und erhebendste, die Stunde der Verklärung — dann,