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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Es gibt eine gewisse Frömmigkeit, ich möchte sagen ruchloser,gottesspötterischer Art, die immerdar hinsündigt, den Nächstenhaßt, betrügt, belügt, verleumdet, mißhandelt, beneidet, sichselbst gute Tage macht, das Alles für kleine menschliche Schwach,heiten hält, fleißig an Christum glaubt, in die Kirche läuft, dieheiligen Handlungen mitmacht, und sich übrigens wegen derSterbestunde und der Ewigkeit auf das Verdienst Jesu, oderdie Fürbitte von Heiligen verläßt. Das sind die Elenden,welche Jesus nicht kennt; weil sie zwar immer Herr, Herr!rufen, aber nicht den Willen des Vaters im Himmel thun;nicht vollkommen werden mögen, wie der Vater im HimmelVollkommen ist. Auf Erden wollen sie leben, wie es ihnenbehagt. Sie nehmen sich keine Schändlichkeit übel. In derTodesstunde, glauben sie, können sie jählings durch Reue Allesausgleichen: das Blut Jesu reinige sie auf der Stelle von allenSünden; der Glaube allein werde sie selig machen. Das istVerspottung Gottes, das Verhöhnung Jesu Christi, bis zurletzten Stunde!

Es gibt eine andere Art Menschen, die in Rücksicht ihrerkünftigen Todesstunde sehr vornehm thun; darüber artigeScherze sagen; die Sache als Kleinigkeit behandeln möchten.Sie möchten sich darüber gleichsam betäuben; den Tod nichtsehen, bis er da ist ; und wenn er kommt, sich ihm, weil esnicht zu ändern ist, in dumpfer Verzweiflung hingeben. Warumdas? Weil sie unglücklich sind und verwirrten Gemüths. Siehaben Zweck und Bedeutung ihres Lebens verloren; und dagegenUnsinn und Widerspruch in ihrer Vernunft, und ein finsteresRäthsel im Weltall gefunden. Denn sie sind wieder da, wo dieMenschen waren, ehe ein Jesus Christus gelebt, gelehrt und fürdas Heiligste der Menschheit geblutet hatte. Sie sind durchauswieder in das schwankende Hridenthum zurückgekehrt, was sieNaturreligion nennen. Sie wollen sich glauben machen, Jesushabe höchstens auch eine Naturreligion gepredigt. Aber sie kennenweder Jesum noch die heiligen Tiefen seiner vermeinten Natur,religion. Sie halten das für Christenthum, was ihnen vonmenschlichen Meinungen und kirchlichen Gebräuchen gegeben