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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Tod auf Golgatha, Tod meine- Jesu, sei mir gegrüßt! Löse,mir bewußt oder unbewußt, die irdischen Fesseln meines unskerb,lichen Geistes, daß er ausschwebe in die Herrlichkeit, die aufErden ohne Vorstellung und Namen ist. WaS Gott dort gibt,kann wohl nichts Geringeres, nichts Unvollkommnercs sein, alswas er mir schon hier gab. Und wie schön ist Alles, was ermir hier gegeben! Ach Gott! Gott! welcher Seligkeit ist nichtder Geist fähig, ver dir zum Bilde erschaffen ist!

Komm du letzte, du schönste meiner Stunden, dich fürchteich nicht mehr. Ich habe Jesum leben sehen, ich sah ihn aufGolgatha sterben; o da lernte ich leben und sterben. Da lernteich da- Wort verstehen : Wer in Jesu lebt, der stirbt der Welttäglich ; und wer so stirbt, hat unvergängliche- Leben und siehtden Tod nicht. Sterben heißt für den Geist: die Neigungen,Gewohnheiten und Begierden des Leibes für das Irdische undVergängliche verlieren. Wer nur Gott und das Göttliche in derMenschheit über Alles liebt, und daher die Anhänglichkeit andie Welt und ihre Vergänglichkeiten in sich täglich mehr schwächt,nichts mehr übermäßig liebt, nichts übermäßig haßt, was vomStaube kommt der stirbt täglich. Er hat in seiner letztenStunde wenig, wovon er sich ungern trennt; desto mehr, wasihn Besseres erwartet. Er sieht den Tod nicht, sondern zwischendem Hier und Dort ist ein ununterbrochener Zusammenhang desSeins.

Und wenn meine Geisteshülle bricht, meine Glieder erstarren,mein Angesicht erblaßt, meine Augen euch nicht mehr erkennen,ihr meine Bekannten, meine Geliebten auf Erden! warumweinet ihr? Ich fühle Himmelsruhe, Nähe des Allerheiligsten.Ihr werdet das einst empfinden, wie ich. Warum weinet ihrüber die Verwandlung meines Leibes? Hätten wir einanderschon auf Erden als Kinder geliebt, und wären als Kindervon einander getrennt worden, mit der Verheißung, uns nachwenigen Jahren im Alter und in der Gestalt männlicher Voll-kommenheit wieder zu haben: was hätten wir daran verloren,wenn wir uns nicht in der Kinvcrgestalt wieder erblickt hätten?So isi's im Hingang zu Gott. Als Kinder trennen wir unS