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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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gegen die alternde Mutter. Siehe, Maria, sagte er, mit einemBlick der sterbenden Augen auf Johannes: das ist dein Sohnnun! Und zu Johannes: das ist deine Mutter! Und von derStunde an nahm sie der Jünger zu sich, das heilige Ver-mächtnis ehrend. So hatte Jesus auch die letzte Sorge desLebens abgethan, und dankbar seiner verlassenen,'betagtenMutter eine Stütze im Alter gegeben.

Dann seufzte er, zufrieden mit dem kurzen, doch fegenvollen,Khatensollen Leben: Es ist vollbracht! und neigte das Hauptnrnd verschied. Abends kamen die Kriegsknechte, um den Todder gekreuzigten Menschen zu beschleunigen, indem sie denselbenLie Gebeine zerschmetterten. Noch lebten die beiden andernMissethäter; Jesus, verblutet und erschöpft, hatte den Geistaufgegeben. Einer der Krieger stieß ihm noch den Speer inDie Rippen. Das Blut war schon geronnen. Johannes, derJünger, war noch Augenzeuge dieses Umstandcs, den er be-schrieben. Als er nun alles Leben aus Jesu entflohen sah,svandte auch er sich weinend von Golgatha hinweg.

Joseph von Arimathia, ein heimlicher Anhänger Jesu, einMitglied des Raths, vielleicht der einzige, welcher in derWüthenden Versammlung der jüdischen Volksobern für ChristiMschuld gesprochen hatte, erbat sich vom römischen LandpflegerDen Leichnam seines verstorbenen Freundes. Er wollte wenig-stens den noch im Tod ehren, den er im Leben nicht hatte rettenRönnen. Er legte den Leichnam, eingehüllt in Lmnentücher undSpezereien, in eins der benachbarten Felsgewölbe, die derseichen Juden Erbbegräbnis zu sein pflegten.

So vollendete Christus sein Leben, hingeopfert durch dieKündige Menschheit für die Sünden derselben. Und in Betrach-tung seines Heldentodes, wäre mir auch sein übriges Leben un-bekannt, würde ich ebenfalls rufen müssen, wie der HauptmanndrS Kriegsvolks, der ihn sterben sah: Fürwahr, dieser ist einfrommer Mensch gewesen!

Ich bin der Lehrling dieses Gekreuzigten; ich bin der Nach-folger dieses Göttlichen, im Leben wie im Tode. Das Lichtseiner Weisheit hat ja auch mich erleuchtet, der Geist seiner