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schmerzlichste. Eine schöne Vergangenheit ist wie ein entblätterterRosenstrauch im Herbste. Die Blumen sind abgefallen, er hatnur noch seine Dornen behalten. Wie Christus hatte ge-liebt die Seinen, die in der Welt waren, so liebteer sie bis ans Ende, erzählte von ihm sein Junger Johannes.( 13 , 1 )
Mit zarter, schüchterner Schonung wollte er sie auf daSSchreckenvolle vorbereiten, was in wenigen Tagen und Stun-den unverhinderlich eintreten sollte. Er erinnerte sie daran, dochbehutsam, in dunkeln Bildern. Sie verstanden ihn nie ganz.Zwar ihr Herz ward von bangen Ahnungen bewegt; doch mitunbeweglichem Zutrauen, mit einem Glauben an ihn, den ke.nSchicksal vernichten konnte, schmiegten sie sich an ihn; durchihn hofften sie Schutz gegen alles Widerwärtige zu genießen.Wie sollten sie an der Seite dessen verzagen, der Gottes lieberSohn war?
Und wie oft er auch von der Trennung redete, immer fügteer die Hoffnung naher Wiedervereinigung hinzu, damit sieberuhigt werden möchten. Und es beruhigte sie. Denn was erm höherer, geistiger Bedeutung sprach, das nahmen sie ganzirdisch. Wenn er von seinem Hingang zum Vater erzählte,erschreckte sie das wenig. Sie meinten bei sich, wie dies ausihren Reden erhellte, das sei nur der glänzende Anfang seinermefsianischen Herrlichkeit. Sprach er von seinem Wiederkommen,und vom Beginn des großen Gottesreichs auf Erden, so stelltensie sich darunter nicht den Ursprung des Christenthums inGemeinden, nicht die Verbreitung der Religion, nicht dieVersammlung veredelter Geister um Gott vor, sondern, denjüdischen Vorurtheilen gemäß, den Anfang einer weltlichenHoheit des Messias. Und sie dachten nicht daran, daß er ihnenvielmals gesagt hatte: Mein Reich ist nicht von dieserWelt. Fürsten mögen irdisch herrschen; ich werde geistigherrschen. Ich werde von euch genommen werden; über einKleines werdet ihr mich nicht mehr sehen und bei euch haben;ich kehre zu meinem Vater zurück; ich gehe dahin, wohin ihr jetztnicht gehen könnt, aber ihr werdet mir hernachmals folgen. —