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als seine Gehilfen zu gebrauchen und auszusenden, erkaltetenwieder. Ihre Hoffnung war, ihn einst in weltlicher Hoheit zuerblicken, und sich als seine angesehensten, obersten Räthe undStatthalter. Da er ihnen nun diesen Irrthum mit Ernst entriß;da er ihnen nun deutlich sagte, sie müßten sein Reich nichtirdisch, sondern auf eine geistige Weise nehmen; da er ihnenerklärte: „die Worte, die ich rede, sind Geist, sind Leben; derGeist ist, der da lebendig macht, das Fleisch, das Irdische istkein nütze!" fielen sie ab von ihm. Von dem an, wird in derheiligen Schrift gesagt, gingen seiner Jünger viele hinter sich,und wandelten hinfort nicht mehr mit ihm. (Joh. 6, 66.)
Dieser Abfall mußte ihm sehr schmerzlich sein. Wehmuthrvoll wandte er sich zu den noch übrigen zwölfen, seinen.Ver-trautesten, und sprach: Wollet ihr auch weggehen? Der feurigePetrus aber antwortete im Namen Aller: Wohin sollen wirgehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir habengeglaubt und erkannt, daß Du bist Christus, der Sohn deslebendigen Gottes.
Wankten diejenigen schon, welche ihn doch viel näherkannten: was war vom Volke zu hoffen, welches ihn nur vonZeit zu Zeit sah und hörte?
In der That waren die Urtheile des Volkes über Jesumlange Zeit sehr verworren. Weder seine Lehren, noch seineWunderwerke, am wenigsten seine Tugenden, machten einenbleibenden Eindruck. Und wie konnte es anders sein? Dies Volkwar in allgemeine Verderbthcit versunken; nur Wenige in dem-selben hatten den sittlichen Muth, sich über die Vorurtheilc,Gebrechen und Laster des Zeitalters zu erheben.
Es war ein Volk, ohne innere Kraft zur Seibstständigkeit,und doch immer nach Selbständigkeit und Ansehen und Rangneben andern Nationen begierig. Es war stolz auf seine Vor-welt, auf den Ruhm seines Alterthums, ohne doch die Tugendendesselben zu besitzen. Es sah mit verächtlichem Blicke auf andereNationen hin, hielt sich für das auserwahlte Volk Gottes,und bemerkte in diesem Nationalstolze nicht, wie weit eshinter andern Nationen, sowohl an Tapferkeit, an innerervili. e