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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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14.

Christus und das jüdische Volk.

Matt h. tv/ 22.

Wie stehst d»/ Israel/ verblendet!

Er/ welchen dir Jehova sendet/

Er wird mit Schmach von dir entehrt.

Heut singest du ihm Siegespsalmen /

Und hältst ihn morgen/ statt der Palmen/

Der blut'gen Dornenkrone werth!

Ein Volk / gereift zu seinem Falle/

Verschmäht der Vorwelt Weilen alle /

Und lohnt/ wer Tugend lehrt/ mit Spott.

Ihm gelten nur der Wollust Künste/

List und Betrug sind ihm Verdienste/

Und schnöder Reichthum ist sein Gott.

Es erfüllt mich in der Betrachtung des Lebens Jesu Mit Weh-muth, Grausen und Bewunderung, wenn ich ihn mir mit demwarmen, für das Theuerste der Menschheit begeisterten Herzen,mit der Heiligkeit seines außerordentlichen Unternehmens, vor-stelle; und ihn dann mir denke, wie er verkannt und mißverstan-den, von Wenigen nur geschätzt, einsam da stand, von empörtenLeidenschaften der Welt bedroht; und er unter allen Stürmenruhig, ernst, sein göttliches Ziel standhaft bis zum letzten Augen-blicke verfolgend! Wer von allen Sterblichen, die sich jemalseinem großen Werke weihetcn, hat für die Welt so Großes be-gonnen und vollbracht, oder so Edles! Und wer von allen sahsich so mit abschreckenden Schwierigkeiten umgeben, als JesusChristus? Dennoch verzagte er keinen Augenblick. Das Wortdes Trostes, welches er seinen Schülern gab: Wer aberbisan das Ende beharret, der wird selig! (Match. 10,22)tröstete und erhob auch ihn.

Das war vielleicht von Allem das Vetrübendste für ihn, daßihn seine eigenen vertrauten Freunde und Schüler, von ihreneingewurzelten Vorurtheilen geblenoet, nicht ganz begreifenwollten oder konnten. Viele von denen, die ihm anfangs mitgroßer Begierde und schöner Begeisterung anhingen; viele vonden stebenzig Jüngern, die er sogar schon angefangen hatte,

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