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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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dieses elenden Städtchens mochte Nathanarl allerdings miß-trauisch werden. Was kann auch von Nazareth Gutes kommen?sagte er. Komm und siehe selbst! erwiederte Philippus. Na-thanael that es, und ward Jesu Jünger. (Joh. 1, 46 )

In der Geschichte und den Briefen der Apostel wird diesesNathanaels weiter nicht gedacht. Es ist von einigen Alten ver-muthet worden, er sei derselbe gewesen, welcher auch Bartho-lomäus genannt worden ist. Es mag sein, daß ihm der Meistereinen andern Namen gegeben, wie er dem Simon gethan, der dieBenennung Petrus erhielt. Auch ist möglich, daß Nathanaelzwar Jesu Schüler, aber nicht in seinem beständigen Gefolgeblieb, wie deren mehrere gewesen sind; doch war er noch vondenen, die Jesum auch nach der Auferstehung gesehen haben.

Je länger die Jünger mit ihrem großen Lehrer waren undseine unbegreiflichen Thaten zu bewundern Gelegenheit hatten,je fester wurde ihr Vertrauen zu ihm. Man denke sich gute,einfache, ungelehrte, ja unwissende Männer, die aus ihrer bis-herigen schlichten, einförmigen Lebensweise herausgerissen,plötzlich ohne Vaterland und Heimath, ohne Verwandte, ohneihre alten Beschäftigungen, immer nur auf Reisen, und vondem Einzigen abhängig waren, dem sie sich gewidmet hatten.Man denke sich diese Männer von der Weisheit und den hohenTugenden des Einzigen täglich gerührt, oft durch seine Wunder-handlungen überrascht. Man denke sich ihre geheime Zufrieden-heit, ihren Stolz, dem Manne anzugehören, der sich selbstden Messias nannte, und welcher, nach der Vorstellung jedesJuden, Stifter eines ungeheuern, königlichen Weltreichs werdensollte. Alles vereinigte sich, sie mit Treue an ihn zu fesseln.Aber nun die Einfachheit seiner Sitten, die Dürftigkeit seinerLebensart, die Aengftlichkeit, mit der er Volksaufiäufen aus-wich, mußte ihnen im offenen Widerspruch mit seiner Würdezu stehen scheinen. Seine Verzeistigung des mosaischen Gottes-dienstes, wie die Vorstellung des Messias, mußte ihnen langeunverständlich und nicht immer genugthuend sein. Sie erwar-teten, er werde von Jehova plötzlich mit überirdischer Machtausgerüstet, früher oder später in königlicher Gewalt auftreten.