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sie zu den ersten Staatswürdcn des Reichs erheben. Stattdessen fehlte ihm und ihnen oft das nöthige Brod, ihren Hungerzu stillen. Er heilte zwar Kranke auf eine wunderbare Art; ertrieb Teufel aus. Doch fanden sie, daß er nicht allem es sei,der solches vermöge. Sie erblickten eines Tages einen Mann,der ebenfalls im Namen Gottes Teufel austrieb, und doch nichtzu.ihnen gehörte. Johannes hatte geglaubt, diese Macht überden Teufel sei nur dem Messias gegeben, und die Jüngersämmtlich hielten dafür, nian müsse solches jedem Andern ver-bieten. Jesus aber sprach: Wehret ihm nicht, denn wer nichtwider uns ist, der ist für uns. (Luk. 9, 49. 50.)
Dies Alles mußte sie mehr oder weniger in ihren Ansichtenschwankend machen. Seine Worte wurden immer dunkeler,weil er sich beharrlich äls den verheißenen Messias, und Gottals seinen ewigen Vater darstellte, ohne die messianische Ma-jestät in vollem Glänze zu offenbaren.
Wenn ihr mich kenntet, sagte er eines Tages zu ihnen, sokenntet ihr auch meinen Vater. Und von nun an kennt ihr auchihn und habt ihn gesehen. Philippus unter den Jüngern griffdieses Wort sogleich begierig auf, und sagte: „Herr, zeige unsDeinen Vater, so genüget uns!" Schon diese rasche Einfragelaßt die geheime Sehnsucht durchblicken, welche in den Jüngernlebte, endlich einmal ganz von der überirdischen Hoheit deskünftigen Königs von Israel überzeugt zu werden. Jesus wardtraurig über die falsche Vorstellungsart, die noch immer unterseinen Vertrautesten herrschte. Ich bin schon lange bei euch, sagteer, und du kennst mich nicht? Philippe, wer mich siehet, der siehetden Vater. Wie sprichst du denn: Zeige uns den Vater? Glaubstdu nicht, daß ich im Vater, und der Vater in mir ist?Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst,oder aus eigener Erfindung. Der Vater aber, der in mirwohnet, Gott, thut die Werke. (Joh. 14, 7 — 10.)
Am unzweideutigsten offenbarte sich die Meinung der Jüngervon Jesu, als ernst die Mutter der Kinder Zebedäi, des Jakobusund Johannes, beide an ihrer Seite, zu ihm trat, zu seinenFüßen niederfiel. Sie bat aus mütterlicher Zärtlichkeit, Christus