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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
111
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Selbst diejenigen, die ihn näher kannten, wurden irre anihm. Für einen Christus, der er sein wollte, schien er seinenBlutsverwandten viel zu furchtsam, schüchtern und zaudernd.Nach ihrer Meinung mußte der Wiederherstellet des DavidischcnKönigsthrones, der Ueberwinder des ganzen römischen Reiches,nicht in Einsamkeit umherziehen.Mache Dich auf von bannen,"sagten sie zu ihm:und gehe in Judäam: auf daß auch DeineJünger sehen die Werke, die Du thust. Niemand thut etwasim Verborgenen, wenn er will frei offenbar sein. Thust Dusolches, so offenbare Dich vor der Welt!" Er, weiser alssie, wies ihre Zumuthunzcn ungefähr eben so zurück, wie ereinst den fragenden Zweiflern antwortete, welche Johannes derTäufer an ihn gesandt hatte: Selig ist der, der sich nichtärgert an mir! (Luk. 7. 23.) Selig, wer mir glaubt, undnicht irre wird an meinem Thun und Lassen! Daher glaubtenauch seine Brüdcr nicht an ihn. (Joh. 7, 5.)

Auch seine Jünger, die doch beständige Augenzeugen seinerLehre und Werke waren, blieben lange ungewiß, was sie vonihm halten sollten. Sie liebten ihn wer hätte ihn nicht liebensollen! sie glaubten ihm auS Liebe und Zuversicht, und dochhatten sie von ihm ganz verschiedene, oft sehr unrichtige Vor-stellungen. Auch ihnen war er ein Anderer, als sie dachten,daß er sein sollte.

Zuversicht und Glauben hatte er den ersten, die er in seineGesellschaft aufnahm, durch wunderbare Thaten eingeflößt, dievor ihren Augen geschahen. Petrus und Andreas, Jakob undJohannes, die Kinder Zebedäi, hatten sich auf diese Weise an- ihn angeschlossen. Einige derselben kannten ihn schon durch diePredigten des Täufers am Jordan. Als dieser auf Jesum ehr-furchtvoll hinwies, und rief: Siehe, das ist Gottes Lamm!verließen sie den Jordan, um mit Jesu zu leben. Eben sowurden die Andern gewonnen. Jeder ermunterte seine Freunde,dem Heiligen nachzufolgen, wie Phiiippus seinem Freunde Na-thanael that. Wir haben ihn gefunden (sprach Philippus), vonwelchem Mosis im Gesetz und die Propheten geredet haben; esist Jesus, der Sohn Josephs, von Nazareth. Bei der Nennung