Welt, die Schicksale der Jahrhunderte sich sammelten, wiezerstreute Strahlen in einem Brennpunkt! Zweifler, wenndir das einstimmige Zeugniß des Alterthums sagt: dieser Aus-erwählte war Christus Jesus, der Erlcuchter der Gotteswelt! —was vermagst du an seinen Kräften und Thaten zu deuteln? Istein Verein der hohen Gotteskraft in diesem Einzigen wunderbarer,als sein erhabener Geist, dem an seiner Vollendung und Stärkekein Anderer vor ihm und nach ihm gleich kam? oder wunderbarer,als die Ordnung der Welterrignisse um sein Erscheinen aufErden? oder wunderbarer, als die Wirkung von den Wortendieses in Demuth lebenden Einzigen auf die Schicksale dergrößten Nationen in nachfolgenden Jahrtausenden? — Wo istdas Unwahrscheinliche, daß das Volk begehrte ihn anzurühren?Wo ist das Unmögliche, daß eine Kraft von ihm ausging undheilte?
Gott hatte ihn auserkoren, der ewige Vater, ihn, den heiligenSohn, und wohnte in ihm, und offenbarte sich durch ihn in demmenschlichen Geschlechte. In ihm war die Macht Gottes und dasLeben, und das Leben war das Licht der Menschen. (Joh. 1, 5.)Darum glaube ich, Heiland, an Dich; in Dir ist mir der Allerhöchsteerschienen zur Offenbarung und Seligkeit. Aus Deinem Mundekam mir Gottes Wort. Du selbst sprachst: Meine Lehre istnicht mein, sondern deß, der mich gesandt hat. SoJemand will dessen Willen thun, der wird inne werden, daßdiese Lehre von Gott fei, oder ob ich von mir selbst rede.(Joh. 7, 16. 17.) Ich will Deinen heiligen Willen vollziehen;es ist der Wille meines Vaters im Himmel. Amen.