denn nach Christo ist kein Anderer gekommen, der in diesemGebiete des höhcrn Glaubens und Wissens Höheres gedachtund gelehr hätte. Von i h m allein also schreibt sich die höhereAnsicht der Natur, des Geistes, der Gottheit und unserer innernWürde. Er gab Alles, was er gab, in einer so wunderbarenVollendung, daß kein Zusatz mehr übrig blieb. — Wer wardenn dieser Einzige, von dessen Tagen an sich die ganze geistigehöhere Ausbildung des Menschengeschlechts herzählt? War crder Gewöhnlichen Einer: warum stand in der ganzen Welt-geschichte keiner der Gewöhnlichen, wie er war, vor, oderneben, oder nach ihm? Warum fehlte er unter Griechen undRömern, die in Wissenschaften weiter vorgeschritten waren, alsdie Juden? Warum stand er seitdem nicht in Indien, oderandern Wcltgegenden, warum nicht unter Arabern oder Türkenauf? Was ist das Schönste, das Wahrste, was Mahomed inseinem Religionsgebäude hat? Ist es nicht das, was er darinvon der Lehre Jesu behielt, und sind das Uebrige nicht Irrthümerund Einbildungen, deren sich der unbefangene Verstand des ge-bildeten Menschen schämt?
Dies Vollkommene, in sich Vollendete der Lehre Jesu vomHeiligsten und Höchsten der menschlichen Angelegenheiten ist daseine Wunder, das wahrhaft Unbegreifliche, was bis zu unsernZeiten von der Göttlichkeit seiner Sendung zeugt. Er steht füruns da unvergleichbar mit allen Sterblichen, einzig in seiner Art.Es ist zu keiner Zeit, in keinem Volke, in keiner Weltgegend einAnderer gekommen, der etwas Vollkommenes, wie cr, oderBesseres, wenn es möglich wäre, oder, unbekannt mit ihm undseiner Predigt, das Gleiche, wie er, erfunden hätte.
Ein anderes, bleibendes, für ihn zeugendes Wunder istder Zusammenklang aller Weltschicksale, das Zusammenfielenaller Vöckerbegebenheiten, nur ihn, diesen Einzigen und seinWort hervorzuheben. Es ward sein Erscheinen der Mittelpunktaller Ereignisse in der Weltgeschichte. Dafür mußten die Altenweissagen ; dafür die Römer mühsam eine halbe Welt erobern;dafür sich die bürgerlichen Unruhen in Italien beenden ; dafürFriede und einerlei Gesetz die damals bekannten Völker beherrschen.