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Ich frage: Was hat JesuS gelehrt? Was ist seinEigenthümliches, das vor ihm kein Anderer in dieser Wahr-heit und Klarheit gelehrt hat, nach ihm kein Anderer besser,übereinstimmender mit Allem, was sein soll und ist, gelehrt hat,noch jemals erhabener lehren wird und kann? Was ist das,welches, obschon Himmel und Erde vergehen werden, unver-gänglich bleiben muß?
Es ist Jesu Offenbarung von der Gottheit und ihrem Ver-hältniß zum All der erschaffenen Wesen; es ist die Offenbarungvom Werth und Wesen der menschlichen Geister und deren Ver-hältniß zur Gottheit und zum All der erschaffenen Dinge. Darumwird nsit Recht von Christo gesagt: er zündete der Welt einLicht an; er sei das Licht der Welt. Denn er erleuchtete dasWeltganze, und ließ uns selbst unsere Stellung in demselbenerkennen, da vorher die Menschheit in Finsterniß lag und ihreeigene Bedeutung nicht wußte.
Christus offenbarte uns die Gottheit und ihrVerhältniß zum All der erschaffenen Wesen. Eroffenbarte uns, daß nicht mehrere Götter wären, wie dasHeidenthum fabelte, sondern nur ein einziges höchstesWesen, der Quell der Vollkommenheit, walte im unendlichenWclkganzen. Dieses höchste Wesen sei nicht irdisch, daher nichtveränderlich oder vergänglich, oder aus dem Irdischen hervor-gegangen, sondern ein Geist, Alles durchdringend und belebendmit seiner Gnade. In ihm leben und weben und sind wir ; erin uns. Er sei nicht auf einen einzigen Ort beschränkt; daherüberall zu verehren und anzubeten, nicht vorzugsweise ineinem besondern Tempel. Als Geist sei er nur im Geiste zuverehren, und vom Geiste aus; nicht wie irdische Personenmit Geschenken, nicht mit Opfern und dergleichen mehr. Ersei der einzige, der lebendige Gott, das heißt, sich selbstbewußt, in höchster Weisheit und Vollkommenheit das Weisesteund Vollkommenste hervorbringend ; denn Zufall, Ohngefährsind die Götter des Wahnsinns, innere Unmöglichkeiten undnoch weniger bedeutend als Menschenwitz. Er ist ein Gott desLebens, nicht der Todten.