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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
59
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Richter; auf die betrügerischen Verwalter fremden Eigenthums;auf den geistlichen Stolz der Priester; auf den thörichten Eigen-dünkel der Schulwcisen; auf die alles Menschliche verhöhnendeRohheit der Krieger; auf die wetteifernde Ueppigkeit allerStände vollendet ihr selbst das Bilo unsers Zeitalters.

Und träte Jesus heute unter'uns auf, er, der in Israel sowenig Glauben fand : wie vielen würde er in der Christenheitfinden? Wer würde sich selbst verläugnen, und sein Kreuz aufsich nehmen? Wahrlich, in den Kirchen, worin sie ihn heutezu verehren glauben, würden sie ihn verdammen, und die vorHm täglich knien, sie würden den Stab über ihn brechen.

O mein Heiland, hast Du vergebens gelehrt und gelebt, dieMenschheit geliebt und geduldet? Tausende rühmen sich Deineräußerlich, aber wer ist innerlich Dein? Wo ist die Gemeindeder Heiligen, die sich die wahrhaft-christliche nennen darf?Schweigend und traurig stehe ich im Geiste unter Deinem Kreuze:9 für mich, Heiland meiner Seelen, hast Du nicht vergebensgeblutet! Ich will in Wahrheit Dein Jünger sein, und Nach-ahmer Deiner göttlichen Vollkommenheit. Amen.