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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
47
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All des Weltgebäudes war das Haus seines VaterS. Vonnun an hatte er keine Blutsverwandten mehr; alle von Gotterschaffenen Sterblichen, die da lebten, die noch geboren werdensollten, wurden seine Mitbrüder, seine Verwandten, seineMitkinder Gottes. Er ward von diesem Augenblicke an durch-drungen für seinen göttlichen Beruf. Der Gottheit heiligerGeist durchdrang, verklärte, erhob ihn und erfüllte ihn mitdem unbesiegbaren Muthe gegen alle Verhängnisse, gegen denZorn einer empörten Welt, gegen die Schrecken des Todes. Erstand von nun an erhaben über das Leben und dessen Reize undDualen. Er war von nun an nur in Gott; nur Gottes Geistin ihm, der Geist des Muthes und der Kraft, und zugleich derSanftmuth, Reinheit und Liebe. Und so erkannte ihn Johannesals den, der mit dem heiligen Geiste taufen sollte; mitprophetischem Auge sah er den Geist, in dem Bilde des reinsten,sanftesten Geschöpfes, einer Taube, auf ihn herabfahren, undeine Stimme vom Himmel erklärte ihn für den geliebten SohnGottes, an welchem der Vater Wohlgefallen hatte.

Jesus trat aus dem Jordan. Sein Weg war nun der Wegder Welterlösung. Er sah seinen Freund Johannes nicht wieder.Dieser aber fuhr im Prophetenamte fort, auf Jesum taufendhinweisend. Er fuhr fort, gegen die Laster der Zeiten zueifern. Ohne Menschenfurcht schalt er die Sünden der Hüttenund Paläste, und die Ausschweifungen des Hofes. Zürnendhörte es Herodes Antipas, Vierfürst von Galiläa, Sohn jenesHeroLes, welcher zur Zeit der Geburt Christi gelebt. Dieserelende, gewaltige Wüstling hatte sogar die Gemahlin seineseigenen Bruders verführt, sie ihm geraubt, sein eigenes recht-mäßiges Weib verstoßen, und sich mit der entführten Herodiasverbunden. Johannes rügte diese Gräuel. Er ward gesanglichverhaftet. Herodias, rachsüchtig, wollte seinen Tod, und ent-lockte von ihrem Gemahl den Befehl dazu, als der elende Fürsteinst an seinem Geburtstage, entzückt durch den Tanz ihrerTochter, derselben Alles zu erfüllen versprach, was sie bittenwürde. So starb der edle Johannes in einem Alter von nochnicht zweiunddreißig Jahren.